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Russische Pressestimmen zum historischen Treffen von Papst und Patriarch

"Zur richtigen Zeit am richtigen Ort"

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Blick auf den Kreml und die Erlöserkathedrale in Moskau.
Moskau - Die erste Begegnung eines Moskauer Patriarchen mit einem römischen Papst wird von russischen Medien als Durchbruch in den Beziehungen beider Kirchen gewürdigt. Alle Zeitungen berichten ausführlich über das Treffen von Freitag.

Das Massenblatt "Moskowski Komsomolez" bezeichnet die Begegnung des russisch-orthodoxen Patriarchen mit dem Papst auf Kuba als "Treffen des Jahrtausends". Unter der Schlagzeile "Brüder in Havanna" wertet die Zeitung den Ökumene-Gipfel als "diplomatischen Sieg von Franziskus". Dem Vatikan sei es in fast 30-jähriger Arbeit gelungen, die russisch-orthodoxe Kirche für die Zusammenkunft der Oberhäupter beider Kirchen zu gewinnen.

Mit Blick auf die orthodoxe Begrüßungsgeste und den Inhalt der gemeinsamen Erklärung von Kyrill I. und Franziskus meint "Moskowski Komsomolez" allerdings: "Das Treffen fand zweifellos unter dem Diktat Moskaus statt." Denn in der Erklärung werde die Entstehung der mit Rom verbundenen ("unierten") griechisch-katholischen Kirche vor mehr als 400 Jahren kritisiert.

Hoffen auf ein Treffen in Moskau

Die Tageszeitung "Iswestija" titelt: "Mehr als Politik". Die Begegnung werde die Grundpfeiler der Weltordnung stark beeinflussen. Das Treffen fördere die kirchliche und die politische Zusammenarbeit. Das Blatt hebt die Bedeutung der Erklärung der Kirchenoberhäupter für die Ukraine-Krise hervor. Sie hätten sich darin für eine Verbesserung der russisch-ukrainischen Beziehungen ausgesprochen.

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Das Treffen von Papst Franziskus mit dem Moskauer Patriarchen Kyrill I. am Freitagabend auf Kuba war historisch. Für katholisch.de bewertet Ökumene-Bischof Gerhard Feige in einem Gastbeitrag die Begegnung von Papst und Patriarch.

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Der "Kommersant" stellte fest, der Patriarch und der Papst hätten sich "zur richtigen Zeit am richtigen Ort" getroffen. Der Sprecher des katholischen Moskauer Erzbistums, Kyrill Gorbunow, sagte der Zeitung, die russischen Katholiken hätten lange für diese Begegnung gebetet. "Wir hoffen, dass ein Treffen in Moskau zustande kommt", wird er zitiert.

Auch der Kreml lobt das Treffen

Auch der Kreml würdigte die Begegnung des russisch-orthodoxen Patriarchen mit dem Papst als "absolut einzigartiges Treffen". Kreml-Sprecher Dimitri Peskow sagte am Montag laut russischen Nachrichtenmedien, beide Kirchenoberhäupter seien sich einig im Schutz der "Interessen der Christen", insbesondere an den Orten, wo Christen bedroht würden.

Bedeutsam sei zudem, dass Kyrill I. und Franziskus ihren Dialog fortsetzen wollten, so Peskow. Ministerpräsident Dmitri Medwedew hatte am Wochenende am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz die erste Begegnung eines Moskauer Patriarchen mit einem römischen Papst als "leuchtendes Beispiel" für eine mögliche Annäherung zwischen dem Westen und Russland bezeichnet. (stz/KNA)

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Am Freitagabend ist es auf Kuba zu der historischen Begegnung von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill I. gekommen. Dabei unterzeichneten Papst und Patriarch eine gemeinsame Erklärung. Katholisch.de dokumentiert den Wortlaut der Erklärung.

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