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Papst Franziskus spendet Segen "Urbi et orbi"

Aufruf zum Frieden an den Krisenherden

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Vatikanstadt - Am Heiligabend hatte Papst Franziskus die Menschen die moderne Konsumgesellschaft kritisiert. Am ersten Weihnachtstag ging es vor allem um die großen Konflikte dieser Welt. Er forderte zum Frieden im Heiligen Land auf.

"Mögen Israelis und Palästinenser wieder in direkten Dialog miteinander treten und zu einer Übereinkunft gelangen, die den beiden Völkern erlaubt, in Harmonie zusammenzuleben", forderte Franziskus. Der Papst äußerte auch die Hoffnung auf ein baldiges Ende des "Waffendröhnens" in Syrien. Ebenso wichtig sei, dass die Vereinbarung über eine Einheitsregierung in Libyen die Unterstützung aller finde.

Die Internationale Gemeinschaft müsse sich auch bemühen, die Gewalt im Irak, im Jemen und in Afrika zu beenden. Der Papst gedachte zugleich der Terror-Opfer in diesem Jahr. "Meine Gedanken gehen auch zu all denen, die von unmenschlichen terroristischen Aktionen betroffen waren, besonders von den jüngsten Massakern unter ägyptischem Himmel, in Beirut, Paris, Bamako und Tunis", sagte er. Zugleich rief er die internationale Gemeinschaft auf, dem islamistischen Terrorismus Einhalt zu gebieten.

Wo Gott geboren wird, da wird der Friede geboren. Und wo der Friede geboren wird, da ist kein Platz mehr für Hass und für Krieg.

Papst Franziskus

Franziskus erinnerte auch an das Elend der Flüchtlinge. "Mögen all jene - Einzelne und Staaten - mit reichem Segen belohnt werden, die sich großherzig einsetzen, um den zahlreichen Migranten und Flüchtlingen beizustehen und sie aufzunehmen", sagte er.

Anschließend erteilte der Papst den Segen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis"). Geschätzte 30.000 bis 40.000 Menschen verfolgten seine Worte auf dem wegen Terrorgefahr in diesem Jahr besonders gesicherten Petersplatz. Die Zeremonie wurde von 150 Fernsehsendern in rund 70 Länder übertragen.

Nachdem der Papst am Heiligabend im Petersdom die Menschen in der Konsumgesellschaft zu gradlinigem Verhalten aufgefordert hatte, wurde er am Freitag politischer. Er bat um Frieden in der Demokratischen Republik Kongo, Burundi und dem Süd-Sudan und wünschte, dass Weihnachten auch der Ukraine einen wahren Frieden bringe. (luk/dpa/KNA)

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