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Franziskus betet für Erdbebenopfer im Iran und thematisiert Auferstehung

„Christ sein ist mehr als Gebote befolgen“

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Vatikanstadt - Papst Franziskus betet für die Opfer des schweren Erdbebens im Iran. Zum Abschluss der Generalaudienz auf dem Petersplatz am Mittwoch sagte er, er denke an die zahlreichen Toten, die aufgrund der Naturkatastrophe ums Leben kamen: "Ich habe von der Nachricht über das schwere Erdbeben erfahren, das den Süden des Iran getroffen hat und Tote, viele Verletzte und schwere Schäden verursacht hat. Ich bete für die Opfer und das betroffene Volk."

Im Süden Irans sind durch schwere Erdstöße am Dienstag mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 800 wurden verletzt. Das Beben ereignete sich in der Nähe des iranischen Atomkraftwerks Bushehr. Iranischen Medien zufolge wurden bei dem Beben zwei Dörfer zerstört. Etwa 700 Häuser sind beschädigt worden.

Katechese: Wie man "wirklich frei" wird

In seiner Katechese sprach Franziskus über den Glauben und die Auferstehung Christi. Christ sein bedeute mehr als allein Gebote zu befolgen, sagte der Papst. Es gehe vielmehr darum, wie Christus zu leben, zu denken und zu handeln. Man solle zulassen, dass der Herr vom eigenen Leben Besitz ergreife, es verwandele und frei mache vom Dunkel des Bösen und der Sünde. Nur dann sei der Mensch "wirklich frei" und erhalte die "Kraft für die Mühen des Alltags".

Grund für diese Freiheit sei die Auferstehung Christi, so Franziskus. Sie habe alle Menschen zu Kindern Gottes gemacht. Persönlich erfahrbar sei diese Gotteskindschaft im Sakrament der Taufe. Durch sie werde der Mensch zu einem neuen Leben geboren, das auf Tod und Auferstehung Christi gründe, führte der Papst vor mehreren Zehntausend Menschen aus.

Leidenschaft für den Fußball: Bergoglio ist Fan und Mitglied des Vereins San Lorenzo de Almagro.
Leidenschaft für den Fußball: Bergoglio ist Fan und Mitglied des Vereins San Lorenzo de Almagro.

Weiter hob Franziskus hervor, dass die Beziehung zu Gott kein Besitzstand sei. Es handele sich nicht um "einen Schatz, der im Leben nur zu hüten wäre", sagte er. Die Gottesbeziehung müsse vielmehr durch Gebet, Beschäftigung mit der Bibel und den Empfang der Sakramente ständig gepflegt werden. Besonders hervor hob er Beichte und Eucharistie.

Unter den Gästen: Franziskus' Fußballclub San Lorenzo

Erstmals richtete Franziskus während seiner dritten Generalaudienz an Teilnehmer einen nichtitalienischen Gruß. Anlass war die Anwesenheit von Mitgliedern des Fußballclubs San Lorenzo aus Buenos Aires, seinem früheren Erzbistum. Ihr Besuch sei "sehr wichtig", sagte er auf Spanisch. Bislang hatte er selbst Pilger aus seiner argentinischen Heimat nur auf Italienisch begrüßt.

Eine Kurzzusammenfassung seiner Ansprache schickte Franziskus in zwei Tweets über Twitter heraus: "Christ sein heißt nicht bloß die Gebote befolgen, sondern zulassen, dass der Herr von unserem Leben Besitz ergreift und es verwandelt." Und: "Wenn wir als Kinder Gottes leben und spüren, wie er uns liebt, dann wird unser Leben neu, unbeschwert und voller Freude." (luk/KNA/Radio Vatikan)

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