Christen als untrennbare Gemeinschaft
So wie Gott aus der Einheit dreier göttlicher Personen bestehe, aus Vater, Sohn und dem Heiligen Geist, sollten sich die Christen als untrennbare Gemeinschaft verstehen. Jesus selbst habe seine Jünger die Dreifaltigkeit gelehrt, deren Fest in der katholischen Kirche am Sonntag nach Pfingsten gefeiert wird.
Die sogenannte Trinität sollte auch das spirituelle Leben der Christen bestimmen, rief der Papst auf. "Der Heilige Geist führt uns zum vollen Verstehen der Lehre Christi, seines Evangeliums; und Jesus seinerseits ist in die Welt gekommen, um uns den Vater erkennen zu lassen, uns zu ihm zu führen, um uns mit ihm zu versöhnen."
Papst lädt zur Fronleichnamsprozession
Während seines Angelus-Gebets würdigte Papst Franziskus auch den seliggesprochenen französischen Priester Louis-Edouard Cestac (1801-1868). "Sein Zeugnis der Liebe zu Gott und zum Nächsten ist für die Kirche ein neuer Impuls, freudig das Evangelium der Nächstenliebe zu leben", sagte er. Cestac war Gründer der Kongregation der Dienerinnen Mariens. Am Sonntag wurde er in seiner Geburtsstadt Bayonne seliggesprochen.
Nach dem Angelus-Gebet verwies Franziskus auf die von ihm geleitete Fronleichnamsprozession am Donnerstag und lud die Gläubigen zur Teilnahme ein. Diese Prozessionen seien ein "feierlicher öffentlicher Akt des Glaubens und der Liebe zu Jesus in der Eucharistie, der inmitten seines Volkes anwesend ist". Zu Fronleichnam feiert der Papst auf dem Platz vor seiner Bischofskirche im Lateran um 19.00 Uhr die Messe. Danach leitet er die eucharistische Prozession zur Papstbasilika Santa Maria Maggiore. (som/KNA)