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Erzbischof Robert Zollitsch würdigt erste Enzyklika des neuen Papstes

Dank an Franziskus

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Erzbischof Robert Zollitsch
Vatikanstadt - Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat die erste Enzyklika "Lumen fidei" des neuen Papstes gewürdigt. "Es ist ein bemerkenswertes Zeichen, dass Papst Franziskus bei aller Verschiedenheit der beteiligten Personen und Charismen großzügig von seinem Vorgänger die Ausarbeitung in der Substanz übernommen hat", sagte Zollitsch am Freitag in Rom.

Die Enzyklika, die in Zusammenarbeit von Benedikt und Franziskus entstanden ist, füge beide Pontifikate zusammen, so der Erzbischof. Außerdem habe Papst Franziskus "mit dem Thema des Glaubens den Reigen der drei theologischen Grundkräfte Glaube, Hoffnung, Liebe vollendet".

Über den Vorrang Gottes

Zollitsch betonte die unzertrennliche Verbundenheit der Enzyklika mit dem von Papst Benedikt XVI. am 16. Oktober 2011 ausgerufenen "Jahr des Glaubens". Weiter referierte er aus der Einleitung von "Lumen fidei" und sprach vom Zweiten Vatikanischen Konzil als einem "Konzil über den Glauben". Es habe uns aufgefordert, "den Vorrang Gottes in Christus wieder zum Zentrum unseres kirchlichen und persönlichen Lebens zu machen".

Das erste Weltrundschreiben von zwei Päpsten könne vor diesem Hintergrund als Mitte und eine Art Grundschrift sowohl zum "Jahr des Glaubens" als auch zum Gedenken des Zweiten Vatikanischen Konzils verstanden werden, erklärte der Erzbischof. Schon die Einleitung von "Lumen fidei" mache deutlich, dass die in der Bibel und der Tradition klassische Aussage vom "Licht des Glaubens" auch gerade im Horizont der heutigen säkularen Welt sorgfältig erläutert werden müsse.

"Wir" statt "ich"

"Der Text der Enzyklika", sagte der DBK-Vorsitzende, lese sich gut und sei in jeder Hinsicht verständlich. Er habe ein gutes biblisches Fundament und sei darum auch ökumenisch offen. Er sei unaufgeregt und schenke Ruhe, insofern man sich auf den meditativen Stil einlasse. "Die Zitate und Hinweise entstammen der ganzen Breite der Überlieferung des Glaubens der Kirche", erklärte Zollitsch. Dabei seien Kirchenväter wie Augustinus genauso aufgegriffen worden wie Zeugnisse von Martin Buber, Fjodor Michailowitsch Dostojewski oder Romano Guardini.

Die Enzyklika sei "eine Wegmarke der Theologie" und zugleich Ermutigung, Wegweisung und Erinnerung. Zollitsch unterstrich zudem die Einheit der Kirche, die die Enzyklika betone. Es gehe nicht um das "ich", sondern um das "wir". „Deshalb gibt uns Papst Franziskus den Auftrag mit, Glauben als lebendige Beziehung in der Gemeinschaft mit Gott zu leben“, sagte der Erzbischof.

So könne die Enzyklika zu einer intellektuellen und spirituellen Kraft "zur Wachheit und Gelassenheit des Glaubens zugleich führen", ist sich der Erzbischof sicher. (bod)

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