"Den einen Leib Christi zum Ausdruck bringen"
Dazu war der 84-jährige Metropolit, der zu den wichtigsten Theologen der Orthodoxie gehört, mit einer Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel angereist. Anschließend schüttelten sich der Papst und der Gesandte des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. herzlich die Hand.
Die Anwesenheit der Delegation sei ein "Zeichen der brüderlichen Bande", die zwischen den Kirchen bestünden, sagte Franziskus anschließend beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. "Beten wir dafür, dass sich zwischen uns der Weg der Einheit verstärkt". - Seit 1979 tauschen der Vatikan und das Patriarchat von Konstantinopel als Ausdruck guter ökumenischer Kontakte Gastdelegationen zu ihren jeweiligen Patronatsfesten aus.
In seiner Predigt hatte Franziskus zuvor gesagt, dass Petrus und Paulus und viele andere Zeugen im Laufe der Kirchengeschichte dazu beigetragen hätten, den einen Leib Christi zum Ausdruck zu bringen, "obwohl sie verschiedenen christlichen Konfessionen angehörten". Er unterstreiche dies "besonders gern angesichts der "stets sehr willkommenen Gegenwart der von dem lieben Bruder Bartholomaios I. abgesandten Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel", so Franziskus.
Bereits am Samstag hatte der Papst die orthodoxen Gäste zu einer Audienz empfangen. Begleitet wurde der Metropolit von Pergamon vom Metropoliten von Silvyria, Maximos, sowie von Pater Heikki Huttunen von der orthodoxen Kirche Finnlands. (KNA)