"Diese Gemeinschaft braucht Euch!"
Wenn die Jugendlichen wieder nach Hause zurückgekehrt seien, könnten sie entdecken, dass "Gott Euch durch all die verschiedenen Berufungen Mitverantwortung gibt für seine Kirche".
Aufruf zum ökumenischen Dialog
Der Papst rief zudem zum ökumenischen Dialog auf. Dieser müsse "wahrhaft verinnerlicht und geistlich" werden. Benedikt XVI. verwies auf den Gründer der Bruderschaft von Taize, Roger Schutz (1915-2005), als Vorbild. Frere Roger sei von einer "Ökumene der Heiligkeit" beseelt gewesen, die alle Besucher von Taize ermutigt habe, nach Gemeinschaft zu suchen. Wer diesem Beispiel folge, werde zu einem Zeuge für die Einheit der Christen, sagte Benedikt XVI. Zugleich bekräftigte der Papst, dass die katholische Kirche ihre Bemühungen um "Wege zu einer Versöhnung, die zu einer sichtbaren Einheit der Christen führt", fortsetzen werde. Dies sei "unwiderruflich". Einen besonderen Gruß richtete Benedikt XVI. an die angereisten evangelischen und orthodoxen Christen.
Bis zum 2. Januar kommen in Rom rund 40.000 junge Christen zum 35. Europäischen Jugendtreffen der Gemeinschaft von Taize zusammen, um gemeinsam zu beten und zu singen. Aus Deutschland sind rund 2.000 Jugendliche angereist. Der Papst bedankte sich bei den Pfarreien und Ordensgemeinschaften, die Teilnehmer beherbergen, für ihre "großherzige Gastfreundschaft".
Samen in den vatikanischen Gärten
Der Leiter der ökumenischen Bruderschaft von Taize, Frere Alois, überreichte dem Papst einen nach ruandischer Tradition gefertigten Korb mit Hirsesamen. Es handelt sich um ein Geschenk von afrikanischen Jugendlichen. Frere Alois äußerte die Hoffnung, dass die Samen in den vatikanischen Gärten eingepflanzt werden könnten.