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Es kommt zum kirchlichen Traumfinale: Argentinien spielt gegen Deutschland

Duell der Päpste

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Bonn - Es ist passiert. Argentinien hat die niederländische Elf im WM-Halbfinale besiegt und wird im Endspiel nun auf Deutschland treffen. Hier spielt nicht nur Europa gegen Lateinamerika, hier spielt auch Benedikt XVI. gegen Franziskus. Amtierender Papst gegen Pontifex emeritus. Nicht nur theologisch eine Begegnung auf Augenhöhe. Katholisch.de stimmt die Welt schon mal ein auf das Duell der kirchlichen Schwergewichte.

Wie geplant

Ob Benedikt XVI. mehr wusste als wir als Deutschland gegen Brasilien antrat? Das werden wir wohl nie erfahren. Aber es ist ja auch irgendwie beruhigend, wenn wir wissen, dass er irgendwie seine Finger mit im Spiel hat. Wir setzen da ganz auf seinen Lokalpatriotismus.

Die Frage nach der Wohnung

Das war sicherlich eine Erleichterung: Benedikt darf im Vatikan wohnen bleiben, auch wenn man die Mannschaft des amtierendes Papstes vom Platz fegt. Aber: Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Wer war's?

Wer hat eine deutsche Flagge an das Papamobil geklebt? Wir glauben es zu wissen...

Die Sache mit dem Gebet

An Witzen bleibt den beiden in diesen Tagen kaum etwas erspart. Ob jeder von ihnen fürs eigene Land betet oder für den Gegner? Man weiß es nicht.

Die Sache mit Avignon

Warum in Maracana spielen? Avignon ist uns viel näher - also rein kirchenhistorisch betrachtet.

Vereint im Gebet

90 Minuten auf den Knien wird wohl keiner der beiden während des Spiels bleiben. Vor allem, weil Benedikt XVI. als Früh-Zu-Bett-Geher nach Angaben des Vatikansprechers das Spiel wahrscheinlich gar nicht schauen wird. Die Vorstellung vom gemeinsamen Zuschauen und Beten ist trotzdem schön.

Nervös?

Ob ein Gebet von Papst Franziskus Benedikt nervös macht? Vielleicht sollte er sich vorher schon mal passende Formulierungen für ein eigenes Gebet überlegen, um gegebenenfalls eingreifen zu können.

Des einen Feind...

Da hat Benedikt wohl recht: Brasilien ist nicht der allergrößte Fan von seinem Nachbarn Argentinien...

Viel Glück

Das wäre doch sicherlich die schönste Geste von allen.

Bitte nicht mehr anrufen!

Der Kollege von Radio Vatikan verzweifelt wohl mittlerweile etwas. Verständlicherweise - aber wann hat man schon mal so eine Situation?

Von Sophia Michalzik

Drei Papstfußballer im Finale

Im Kader der argentinischen Nationalmannschaft stehen drei Spieler, die in ihrer Karriere beim Lieblingsklub von Papst Franziskus spielten, bei Atletico San Lorenzo de Almagro aus Buenos Aires: Stürmer Ezequiel Ivan Lavezzi (29, bislang sechs torlose WM-Einsätze) von Paris Saint-Germain absolvierte von 2004 bis 2007 insgesamt 84 Einsätze für den Stadtclub aus Flores (25 Tore). Pablo Zabaleta (ebenfalls 29 Jahre und mit bislang sechs torlosen WM-Einsätzen) von Manchester City war von 2002 bis 2005 bei dem Papstclub; bei 66 Einsätzen erzielte er 8 Tore. Ersatztorhüter Agustin Ignacio Orion (33) von Boca Juniors hütete das Papsttor 98 Mal, zwischen 2001 und 2010. Der Stadtclub Atletico San Lorenzo wurde 1908 von einem Salesianerpater gegründet. Seit dem 100. Vereinsjubiläum im Jahr 2008 ist der Papst Ehrenmitglied. Die Kapelle des neuen "Gasometer-Stadions" im Stadtteil Flores wurde damals von Kardinal Jorge Mario Bergoglio geweiht. Grundstein der unverbrüchlichen Liebe Bergoglios zu seinem Verein war das Meisterjahr 1946 - und ein Stadionbesuch mit seiner Familie. Bis heute zahlt "Mitglied 88235" per Einzugsermächtigung seine Beiträge, wie Clubvize Marcelo Tinell versichert. Sportreporter aufgepasst: Bei Feldtoren dieser Akteure und bei einem Torwartwechsel zum Elfmeterschießen darf am Sonntag über unzulässigen geistlichen Beistand spekuliert werden. (KNA)

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