"Ein gutes Gleichgewicht schaffen"
Nun versuche der Papst "ein gutes Gleichgewicht zu schaffen zwischen der Gesamtkirche, in der der Papst zuständig ist, und den Ortskirchen, für die die Bischöfe zuständig sind", so Schick. Die Autorität und der Dienst der Einheit des Papstes seien aber weiterhin wichtig, "damit wir katholische Kirche bleiben, die auch eine gemeinsame Identität weltweit hat". Die pastorale und karitative Arbeit müsse dann aber vor Ort getan werden. Das könne durchaus sehr gut funktionieren, so Erzbischof Schick, der im deutschen Episkopat für die Weltkirche zuständig ist. Voraussetzung sei natürlich auch, dass die Ortskirchen selbst ihre Verantwortung wahrnähmen.
"Papst Franziskus will mehr Verantwortung den einzelnen Kirchen anvertrauen, wobei er den Kirchen auch sagt: Jetzt macht aber auch voran und nehmt eure Verantwortung wahr", sagte der Erzbischof. Denn es sei im Laufe der Geschichte öfter der Fall gewesen, "dass man gern von unten nach oben delegiert hat", um keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Es bedürfe eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Gesamtkirche und den Diözesen. "Und jeder muss tun, was dem Evangelium und unserem Glauben entspricht." (bod)