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Laut Erzbischof Fisichella könnte Franziskus im Heiligen Jahr ein Zeichen setzen

Eine interreligiöse Papst-Initiative für den Frieden?

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Rom/Vatikanstadt - Nach den Anschlägen in Paris hält der Organisator des Heiligen Jahres, Erzbischof Rino Fisichella, eine interreligiöse Papst-Initiative für den Frieden für denkbar. Franziskus selbst verurteilte die Attentate am Sonntag als barbarische Akte.

Die jüngsten Terroranschläge von Paris schadeten auch dem Ansehen moderater Muslime, fügte Fisichella hinzu. Ende Oktober hatte bereits Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin nicht ausgeschlossen, dass Franziskus in absehbarer Zeit ein großes interreligiöses Zeichen für den Frieden setzen könnte. Mit Blick auf die Weltfriedenstreffen im italienischen Assisi sagte Parolin damals vor Journalisten: "Wir hoffen, dass wir im bevorstehenden Heiligen Jahr der Barmherzigkeit weitere gemeinsame Initiativen mit den großen religiösen Traditionen der Welt erleben werden, und dass sie Früchte des Friedens tragen."

Fisichella bekräftigte, das Heilige Jahr werde auch im Schatten des Terrors wie geplant stattfinden. Die große Herausforderung sei nicht so sehr die Angst, sondern die Fähigkeit, darauf zu reagieren. Papst Franziskus wird das Heilige Jahr am 8. Dezember mit der Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom feierlich beginnen. Das sogenannte Jubiläum der Barmherzigkeit endet am 20. November 2016.

Kurienerzbischof Rino Fisichella ist Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung und für das Heilige Jahr zuständig.

Bis dahin erwartet Rom bis zu 11 Millionen Pilger aus aller Welt. Die Stadt hat die Sicherheitsvorkehrungen an wichtigen Orten und rund um den Vatikan schon jetzt verstärkt. In Kürze sollen laut italienischen Medienberichten 700 Soldaten und 1.000 Polizisten zusätzlich in Rom eintreffen, um den Schutz zu erhöhen.

Unterdessen hat Papst Franziskus mit Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz für das französische Volk gebetet. Bei seinem Angelus-Gebet am Sonntag verurteilte er die jüngsten Anschläge in Paris als barbarische Akte. Wer derartige Morde mit dem Willen Gottes rechtfertige, begehe eine schwere Gotteslästerung. Die Schreckenstaten richteten sich gegen die ganze Welt und überstiegen die Vorstellungskraft. Solche Angriffe gegen die Menschenwürde seien nur rundheraus zu verurteilen, betonte der Papst. Mit Hass und Gewalt ließen sich keine Probleme lösen.

Den Verletzten der Anschläge und den Angehörigen der Opfer versicherte Franziskus seine geistliche Verbundenheit. Anschließend rief er die Menschen auf dem Petersplatz zum stillen Gebet auf. Danach betete er mit ihnen ein Ave Maria für Frankreich und für den Frieden. (bod/KNA)

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