Es ist schön, alt zu sein
Er kenne die Schwierigkeiten, Probleme und Beschränkungen, die das Alter mit sich bringe, "sehr gut" und wisse auch, dass diese Probleme für viele durch die Wirtschaftskrise verstärkt worden seien.
Häusliche Pflege stärker fördern
Die Lebensweisheit von alten Menschen stelle einen "großen Schatz" für die Gesellschaft dar, sagte der Papst. Gleichzeitig kritisierte er, dass Profitstreben und Effizienzstreben dazu führten, diese Gruppe als "unproduktiv und unnütz" zu betrachten und an den Rand der Gesellschaft zu drängen. Die Qualität einer Gesellschaft messe sich daran, wie sie die alten Menschen behandele und welchen Platz sie ihnen im gemeinschaftlichen Leben zugestehe.
Benedikt XVI. setzte sich in seiner Ansprache für eine stärkere Förderung der häuslichen Pflege ein. Familien und öffentliche Einrichtungen müssten größere Anstrengungen unternehmen, damit die Alten in ihren eigenen Häusern bleiben könnten.
Von den Älteren lernen
An die älteren Menschen auf der ganzen Welt appellierte er, nicht nur ihre Jugendzeit zu betrauern. "In dem Bewusstsein der Schwierigkeiten, die unser Alter mit sich bringt, möchte ich mit tiefer Überzeugung sagen: Es ist schön, alt zu sein!". In jedem Alter müsse man sich die Anwesenheit Gottes und die Reichtümer, die das Leben bereithält, bewusst machen, so Benedikt XVI. Die jungen Menschen rief er auf, in engen Kontakt mit den Älteren zu treten und von ihnen zu lernen. (luk mit Material von Radio Vatikan)