Franziskus: Eine christliche Fassade reicht nicht
Papst Franziskus hat Christen gemahnt, ihren Glauben überzeugt zu leben, statt nur dessen Fassade zu zeigen. Es gelte das Evangelium zu befolgen und einen Glauben mit "Substanz" zu haben, sagte er am Sonntag bei seinem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. Der Kern der göttlichen Gebote müsse allerdings so umgesetzt werden, dass Formalismus vermieden werde. "Nicht bis hierhin geht es, weiter geht es nicht. Nein, es muss mehr sein!"
Papst: Sünden entstehen im Inneren des Menschen
"Ehebruch, Diebstahl, Korruption und all die anderen Sünden" entstünden im Inneren der Menschen, so Franziskus. Er verurteilte zudem Beleidigungen anderer, die vielen Menschen so leicht über die Lippen kämen, wie ein "Guten Tag".
"Wer seinen Bruder beschimpft, tötet diesen in seinem Herzen", sagte Franziskus. Solche Worte hätten zwar nicht das gleiche Gewicht wie das tatsächliche Töten anderer, aber sie leiteten schlechte Taten ein und zeugten von "gleicher Böswilligkeit". Misstrauen und gegenseitige Verdächtigungen bedrohten immer die Seelenruhe. (KNA)
Ihnen geht es gerade schlecht? Dann beten Sie ruhig einmal für sich selbst, rät Papst Franziskus. Aber auch ein anderes Thema lag ihm bei seiner Generalaudienz noch am Herzen.(Artikel von Januar 2017)