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Papst spricht über christliches Leben und Weisheit

Franziskus rät: Lebt, als sei es der letzte Tag

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Papst Franziskus schaut nach oben.
Bonn/Vatikanstadt - Christen hoffen darauf, irgendwann Gott selbst zu begegnen - ohne jedoch zu wissen, wann dieser Zeitpunkt kommen wird. Papst Franziskus hat daher einen Ratschlag für ein kluges Leben.

Die Menschen sollen nach Worten von Papst Franziskus jederzeit bereit sein, Christus zu begegnen, und auch entsprechend leben. "Seid vorbereitet und lebt, als sei es der letzte Tag", sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. "Wir sollten nicht bis zum letzten Moment unseres Lebens warten, um mit Gottes Gnade zu kooperieren", so Franziskus. Die Liebe nähre den Glauben und mache ihn für andere glaubwürdig.

Der Papst bezog seine Worte auf die Parabel von den klugen und den törichten Jungfrauen aus dem Matthäusevangelium. Darin gelangen nach der Erzählung Jesu jene zur Begegnung mit dem Herrn, die sich ausreichend vorbereitet und nicht einfach abgewartet haben.

In seiner Ansprache warnte Franziskus davor, sich im eigenen Leben bequem einzurichten und nur auf die eigenen Interessen zu achten. Damit werde das Leben steril und unfruchtbar. Wenn Christus wiederkomme, womit stets zu rechnen sei, stehe der Christ dann ohne Liebe da. Daher bereite man sich am besten mit Gesten der Liebe, des Teilens und konkreter Hilfe für den Nächsten in Not auf die Begegnung mit Christus vor.

Papst erinnert an spanische Märtyrer

Beim Angelusgebet erinnerte der Papst auch an die 60 Märtyrer des Spanischen Bürgerkriegs, die am Samstag in Madrid seliggesprochen wurden. Sie seien aus "Hass gegen den Glauben" ermordet worden, erklärte Franziskus. Bei den neuen Seligen handelt es sich um den Priester und Jugendseelsorger Vicente Queralt Lloret und 20 anderen Priestern, Ordensfrauen und Laien sowie um eine Gruppe von 39 Gläubigen um den Priester Jose Maria Fernandez Sanchez. Alle 60 wurden von republikanischen Milizen erschossen.

Nach kirchlichen Schätzungen wurden im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) auf betreiben kommunistischer und anderer antikirchlicher Kräfte knapp 7.000 Priester, Bischöfe und Ordensleute sowie Tausende andere Gläubige getötet. Mehr als 1.800 von ihnen wurden bereits selig- oder heiliggesprochen. (kim/KNA)

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