Franziskus zu Seminaristen: Seid Verkünder Jesu
Franziskus betonte, Priester sollten ein einfaches Leben führen und jede Form von Weltlichkeit vermeiden. Darüber hinaus warnte der Papst davor, das Priesteramt nur unter dem Gesichtspunkt persönlicher Erfolge und erhaltener Aufmerksamkeit zu betrachten: "Ein solcher Priester sucht nur nach dem, was ihm gefällt; er wird halbherzig und ohne echtes Interesse für die Anderen". Als Vorbild nannte der Papst den Heiligen Karl Borromäus (1538-1584), der Erzbischof von Mailand war. Der Heilige Karl habe sich immer Priester gewünscht, die Diener Gottes und Väter des Volkes und vor allem der Armen waren, so Franziskus.
Priester sollen nicht der Mode folgen
Weiter sagte der Papst den Seminaristen, ihre Zeit am Priesterseminar in Rom diene nicht nur dem Studium: "Ihr bereitet euch darauf vor, dem geistlichen Impuls zu folgen, um die Zukunft der Kirche zu sein". Dabei gelte es, nicht eigenen Vorlieben oder der "Mode der Zeit" zu folgen, sondern dem Herzen Gottes und dem Evangelium. Gebet, Bildung und Seelsorge müssten immer miteinander verbunden sein, damit "die Priester von heute und morgen geistliche Männer und barmherzige Priester sind", so der Papst. Ein guter Priester stehe außerdem immer in engen Kontakt mit seinem Bischof. (KNA)
Manchen Katholiken geht es mit den Predigten so wie Huckleberry Finn, der berühmten Romanfigur von Mark Twain: Am Ende weiß man nur noch, wie lang sie war, aber nicht mehr, worum es eigentlich ging. Dem will der Vatikan mit einem Predigt-Leitfaden für Priester Abhilfe schaffen.