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Wen er als kommenden Bischof von Rom präferiert

Kardinal Koch: Der nächste Papst werde nicht ich sein

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Kurienkardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen
Basel/Rom - Wer wird der kommende Pontifex? Jedenfalls nicht er selbst, sagt Kurienkardinal Kurt Koch. Allerdings deutet er an, wer seiner Meinung nach künftig auf dem Stuhl Petri sitzen sollte.

Kurienkardinal Kurt Koch rechnet nicht mit seiner Wahl zum nächsten Papst. "Ich bin überzeugt, dass der Heilige Geist eine viel bessere Fantasie hat", sagte der ehemalige Bischof von Basel der "Neuen Zürcher Zeitung" (Sonntag). Er hoffe, dass die Wahl wieder auf einen Kirchenvertreter außerhalb Europas falle. Er sei froh gewesen, dass mit Franziskus die Wahl von Europa weg nach Lateinamerika geführt habe, so der Geistliche. "Danach sollte man nicht wieder nach Europa zurück - und schon gar nicht in die Schweiz."

Kein Komplott gegen Franziskus

Das Konklave, das den Papst wählt, sei "eher eine Gebetsversammlung", so Koch. Nachdem alle Kardinäle betend in die Sixtinische Kapelle eingezogen seien, gehe jeder vor jedem Wahlgang nach vorne zum Altar, wo das Jüngste Gericht dargestellt ist. Dort verspreche jeder, jenen zum Papst zu wählen, den er aus eigenem Gewissen für den besten Kandidaten halte.

Der Kardinal betonte, es gebe kein Komplott gegen Papst Franziskus. Es gebe zwar verschiedene Meinungen, doch die meisten Vertreter der Kurie nähmen ihre Verantwortung loyal und im Dienst der Kirche wahr.

Kurt Koch (68) ist seit 1. Juli 2010 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Noch im selben Jahr nahm ihn Benedikt XVI. ins Kardinalskollegium auf. 2013 nahm er am Konklave teil, aus dem Franziskus als neuer Pontifex hervorging. (tmg/KNA)

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