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Die vier Monate alte Tochter zweier Vatikanmitarbeiter empfing am Sonntag das Sakrament der Taufen - vom Papst persönlich

Kleines Mädchen trifft großen Mann

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Vatikanstadt - Noch nicht einmal ein halbes Jahr ist Sofia alt und hat schon etwas erlebt, das den meisten Menschen im ganzen Leben nicht zuteilwird: eine persönliche Begegnung mit dem Papst. Die kleine Tochter von Vatikanmitarbeiter Mario Galgano (34) und seiner Frau Natalia Karfut (33) war eins der 32 Kinder, denen Franziskus am Sonntag in der Sixtinischen Kapelle das Sakrament der Taufe spendete.

Wie sie es erlebt hat, das kann sie zwar noch nicht ausdrücken, allem Anschein nach war es ihr aber zumindest nicht unangenehm: Vollkommen ruhig sei das Baby geblieben, als der Papst ihr Wasser über den Kopf goss, berichten die Eltern: "Normalerweise macht sie sich schon bemerkbar", sagt Galgano und man hört das Schmunzeln durch das Telefon.

Generalprobe am Freitag

Doch auch für die Eltern war es ein außergewöhnliches Erlebnis: "Die Taufe von Sofia war uns wichtig – und wenn sie dann noch durch den Papst in einer so tollen Umgebung vorgenommen wird, wird daraus ein wirklich besonderer Freudentag", sagt Galgano, der als Redakteur bei Radio Vatikan arbeitet.

Auch der Aufwand war in diesem Fall etwas größer als bei einer "normalen" Taufe: Am Freitagabend gab es eine Generalprobe, an der zwar noch nicht Franziskus, dafür aber Zeremonienmeister Guido Marini teilnahm, berichtet Natalia Karfut. Gerne gibt sie zu, dass sie schon ein wenig aufgeregt war am Sonntagmorgen – schließlich wisse man bei kleinen Kindern und Babys ja nie, ob sie im "falschen" Moment schrien oder unruhig seien. Doch Papst Franziskus habe ihr diese Angst genommen: "Er hat gesagt, dass das Schreien der Kinder schöne Musik ist".

Franziskus schafft persönliche Atmosphäre

Überhaupt hat der 33-jährigen Redaktionsassistentin die Art gefallen, wie die Taufe abhalten wurde: "Es war eine persönliche Zeremonie, nicht einfach irgendein Ritual", sagt sie. Besonders imponierte ihr, dass Papst Franziskus in seiner Predigt ganz konkret auf die Situation der Eltern eingegangen sei. Ihr Mann beschreibt es so: "Man hat gemerkt, dass Franziskus die Sache ernst nimmt, und das hat sich auch auf die Eltern übertragen".

Obwohl so viele Täuflinge versammelt waren, haben die Eltern den Gottesdienst als vertraulich und persönlich erlebt. Von der befürchteten Atmosphäre einer Massentaufe sei nichts zu spüren gewesen, sagen sie.

"Das war franziskusmäßig"

Und noch ein Aspekt ist den beiden Vatikanmitarbeitern positiv aufgefallen: "Ich habe die Sixtinische Kapelle erstmals als sakralen Raum erlebt", erklärt Natalia Karfut. Die Atmosphäre der Kapelle sei eine ganz andere gewesen als an Wochentagen, wo sie nicht wie ein geistlicher Ort, sondern eher wie eine überfüllte Touristenattraktion wirke. Ein Besuch des Gebäudes gehört zu dem obligatorischen Rundgang in den Vatikanischen Museen.

Insgesamt sei die Taufe "franziskusmäßig" abgelaufen, resümiert Mario Galgano – und erklärt, was er mit dieser Wortschöpfung meint: "Schlicht, aber doch beeindruckend und sehr berührend".

Von Gabriele Höfling

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