Kurienkardinal eröffnet Wallfahrt in Kevelaer
Mit drei symbolischen Hammerschlägen auf das Portal der Marienbasilika hat Kurienkardinal Marc Ouellet die diesjährige Wallfahrtssaison in Kevelaer eröffnet. Der Präfekt der vatikanischen Bischofskongregation sprach dabei am Montag gemäß der Tradition in Deutsch, Lateinisch und Niederländisch die Worte "Öffnet die Tore eures Herzens Christus, dem Erlöser". Der Marienwallfahrtsort am Niederrhein, nach dem bayerischen Altötting der zweitgrößte in Deutschland, begeht in diesem Jahr sein 375-Jahr-Jubiläum.
Der Kardinal zelebrierte im Anschluss an die Zeremonie mit Münsters Bischof Felix Genn die heilige Messe. Jährlich kommen schätzungsweise rund 800.000 Pilger zum Gnadenbild der "Trösterin der Betrübten". Die Wallfahrt entstand 1642 während des Dreißigjährigen Krieges. Stadt und örtliche Pfarrei haben einen Antrag gestellt, dass die Wallfahrt in die Nationale Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wird. Höhepunkt der Jubiläumsfeiern ist eine Festwoche vom 31. Mai bis zum 11. Juni. Auf dem Programm stehen Gottesdienste, Musikveranstaltungen, Ausstellungen und die Uraufführung eines Marien-Festspiels. Zu einem Festgottesdienst am 3. Juni hat Papst Franziskus den deutschen Kardinal Karl-Josef Rauber als seinen Vertreter entsandt. (KNA)
Seit 375 Jahren pilgern Menschen nach Kevelaer, dem zweitgrößten Marienwallfahrtsort Deutschlands. Es sind weniger Gruppen als früher - aber immerhin 1.000 pro Jahr. Der Ort sucht nun Wege in die Zukunft. (Artikel von März 2017)