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Der Journalist Peter Hummel beschreibt seine Sicht auf den Papst

Mit anderen Augen

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Papst Franziskus winkt vom Balkon den Menschen auf dem Petersplatz zu.
Bonn - Der neue Papst ist anders. Anders als sein Vorgänger Benedikt XVI. Anders auch als die meisten anderen seiner Vorgänger. Er trägt einen Namen, den kein Papst vor ihm wählte: Franziskus. Kein Wunder, dass auch die Bücher, die jetzt über geschrieben werden, andere sind. "Generation Franziskus – Wie der Papst der Armen uns alle bereichert" ist ein solches Buch. Geschrieben hat es der Augsburger Journalist Peter Hummel.

Es ist sein erstes Papstbuch. Und dem Buch merkt man an, dass der Autor kein Theologe, kein Vatikanexperte und kein Kirchenjournalist ist. Peter Hummel ist auf Frauenzeitschriften spezialisiert.

Seine ganz persönliche Sicht auf den Papst schildert Peter Hummel und die Sicht seiner Frau, seiner Kinder, seiner Freunde. Es ist der Blick der "normalen" Menschen auf den neuen Papst und sie alle schildern ihre Freude und ihre Erwartungen.

Nie von ihm gehört

Das Buch beginnt mit einem Eishockeyspiel. Hier erlebt Peter Hummel, hin- und hergerissen zwischen Spiel und Smartphone, via Livestream wie der neue Papst das erste Mal auf den Balkon des apostolischen Palastes tritt. Und dann schreibt Peter Hummel, dass er Jorge Bergoglio vorher nicht kannte, nie von ihm gehört hatte. Mit ihm hatte er nicht gerechnet als die Kardinäle sich ins Konklave zurückzogen. Ein ungewöhnliches Bekenntnis in der Welt der Papstbücher.

Unter der Überschrift "Generation Franziskus - Wie der Papst der Armen uns alle bereichert" ist eine Karikatur von Papst Franziskus abgebildet.
Der Journalist Peter Hummels schilder t seine ganz persönliche Sicht auf den Franziksus, den "Papst der Armen".

Die Autoren sind doch sonst immer Vatikan-Spezialisten, kennen jeden Kardinal und haben in ihren Handys die Telefonnummern der Privatsekretäre abgespeichert. Hummel ist kein "Vaticanista" und das macht sein Buch erfrischend anders.

Anders ist sein Blick auf den Papst und die ersten Wirkungen seines Pontifikats. Hummel blickt dabei unter anderem nach Ostdeutschland in ein Lehrerseminar in dem keiner der Lehramtsanwärter Christ ist. Dennoch spielt der Begriff "Christliche Nächstenliebe", ausgelöst durch die Wahl des neuen Papstes, auf einmal eine Rolle. Die Studenten diskutieren, ob man das, was im Evangelium steht, tatsächlich leben kann. Und allein die Diskussion verändert die Gemeinschaft der Studierenden. "Dies zeige sich beim Spülen der Kaffeetassen genauso wie bei der Wahl des Kurssprechers, die kürzlich in großer Harmonie verlief, was bislang nie der Fall war", berichtet Hummel in seinem Buch vom "Franziskus-Effekt".

Persönlicher Blick statt Biographie

Peter Hummel schreibt über die Zeit von Jorge Bergoglio als Erzbischof von Buenos Aires, beleuchtet seine Tätigkeit als Provinzial der Jesuiten in Argentinien. Auch auf die Vorwürfe, die gegen ihn wegen seines Verhältnisses zur Militärdikatur erhoben wurden, geht Hummel ein. Dabei ist das Buch keine Biographie des neuen Papstes sondern vielmehr ein persönlicher Blick eines Außenstehenden, der versucht sich der Person Jorge Bergoglio anzunähern. Peter Hummel versteht es, den Leser bei diesem Versuch mitzunehmen. Während der Lektüre wird mir klar: "Ich bin ein Teil der 'Generation Franziskus'".

Von Markus Kremser

Die "Generation Franziskus"

"Generation Franziskus - Wie der Papst der Armen uns alle bereichert" von Peter Hummel erscheint am 26. August im Bonifatius-Verlag und ist für 14,90 € im Buchhandel erhältlich. 202 Seiten, ISBN 3-89710-560-8 Die "Generation Franziskus" ist auch in den sozialen Netzwerken vertreten. Hier geht es zu der von Peter Hummel betriebenen Facebook-Seite.

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