Nach Absage an Synodalen Rat: ZdK will nicht vor Rom einknicken
Die Präsidentin des Zentralkomitees deutscher Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, will nach Kritik aus Rom an den deutschen Reformwünschen nicht "einknicken und unsere Treiberfunktion aufgeben". Der Ulmer "Südwest Presse" (Freitag) sagte sie: "Wir haben einen Traum von einer Kirche, die etwas Besseres zu tun hat, als nur ihre Macht zu verteidigen."
Aktuell gibt es Streit über ein neu zu schaffendes Gremium, einen Synodalen Rat, in dem Laien und Bischöfe gemeinsam nach Antworten auf zentrale Fragen suchen sollen. Rom sieht damit die Autorität der Bischöfe geschwächt, während die Befürworter argumentieren, die Beschlüsse des Gremiums würden die Bischöfe kirchenrechtlich nicht binden. Vergangene Woche hatten die Kardinäle Luis Ladaria und Marc Ouellet in einem vom Papst approbierten Schreiben der Einrichtung eines Synodalen Rats in Deutschland eine Absage erteilt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing, betonte jedoch, dass man daran festhalten wolle.
Verwundert zeigte sich ZdK-Vizepräsident Thomas Söding in dem Blatt über den Vorwurf von Papst Franziskus und hochrangigen Kurienkardinälen, das Reformvorhaben sei elitär, vertrete also nicht die Breite, sondern nur kirchliche Spitzenfunktionäre. Söding sagte, diese Kritik komme "ausgerechnet von jenen, die die höchste elitäre Position in der Kirche haben". (mal/KNA)