Nach OP-Ankündigung: Vorerst weiter volles Programm für Papst Leo XIV.
Papst Leo XIV. hat sein Arbeitsprogramm trotz seines bevorstehenden Lungen-Eingriffs vorerst nicht reduziert. Am Montag absolvierte er sechs Einzelaudienzen und eine Gruppenaudienz, wie aus einer Mitteilung des vatikanischen Presseamts hervorgeht. Demnach empfing der 71-Jährige als erstes seinen Botschafter in der Schweiz, in Liechtenstein und in Monaco. Der aus Deutschland stammende Diplomat Martin Krebs ist derzeit unter anderem mit neuen Wendungen in den Staat-Kirche-Beziehungen in Liechtenstein befasst.
Ein wichtiger Termin im Audienzkalender war am Montag das Gespräch mit dem Erzbischof von Tokyo, Tarcisio Isao Kikuchi. Er ist Leiter des Hilfswerks Caritas internationalis. Zum Papst kam der Japaner gemeinsam mit dem Generalsekretär der weltweiten Organisation, dem Briten Alistair Dutton.
US-Militärbischof beim Papst
Politisch interessant im Spannungsfeld zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Papst aus Chicago war am Montag der Audienztermin mit dem US-amerikanischen Militärbischof Timothy Broglio. Obwohl er zu den US-Streitkräften gehört, teilte Broglio in der Vergangenheit sowohl die Kritik des Papstes an Trumps Vernichtungsdrohungen gegen den Iran, als auch die Ablehnung der öffentlichen Hinrichtung eines früheren US-Militärangehörigen wegen mehrfachen Mordes.
Außerdem war am selben Tag Bischof Carlos Herrera Gutiérrez beim Papst. Er ist Vorsitzender der Bischofskonferenz von Nicaragua. Sie steht seit Jahren unter erheblichem Druck des dortigen Links-Diktators Daniel Ortega.
Neben den insgesamt sechs offiziell bekanntgegebenen Einzelaudienzen empfing der Papst ferner Mitglieder der kirchlichen Wohltätigkeitsvereinigung "Circolo San Pietro". Diese kümmert sich vor allem um Obdachlose in Rom. Über den Zeitpunkt der vom Papst am Sonntag angekündigten Lungen-Operation teilte das Presseamt am Montagmittag zunächst nichts mit.
12.10., 13:15 Uhr: Meldung aktualisiert.