Neue Beschützer für Franziskus
Er rief die Gardisten auf, das Gemeinschaftsleben als Bereicherung wahrzunehmen, frohe und schwierige Momente zu teilen und einen Blick für den zu haben, "der sich in Schwierigkeiten befindet und manchmal ein Lächeln und eine aufmunternde Geste nötig hat". Vor allem sei der Dienst in Rom auch ein Glaubensweg, um "auf das Ziel jedes echten christlichen Lebens zuzuschreiten: die Heiligkeit", sagte Franziskus.
Am Freitag waren die 23 neue Schweizergardisten vereidigt worden. Die Rekruten legten ihren feierlichen Schwur zur Verteidigung des Papstes im Beisein von Kurienerzbischof Angelo Becciu als Substitut des Staatssekretariats und Kommandant Christoph Graf ab. Zu der Zeremonie, die der Tradition entsprechend am 6. Mai im Damasushof des Apostolischen Palasts stattfand, waren eigens Bundespräsident Johann Schneider-Ammann, Nationalratspräsidentin Christa Markwalder und Ständeratspräsident Raphael Comte angereist.
Am Freitagmorgen hatte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin eine Messe für die neuen Rekruten und ihre Familien im Petersdom gefeiert. In seiner Predigt rief er die jungen Männer auf, ihren Altersgenossen ein Vorbild zu geben. Als Gardisten bezeugten sie, dass es sich lohne, sich mit Engagement und Hingabe für große Ziele einzusetzen, auch wenn es Mühe koste.
Das traditionelle Datum der Vereidigung am 6. Mai erinnert an den Heldentod von 147 Schweizergardisten, die 1527 während der Plünderung Roms (Sacco di Roma) durch deutsche Landsknechte bei der Verteidigung des Papstes fielen. (bod/KNA)