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Mehr Begleitung nötig

Neue Missionswerke-Leiterin: Bei Frauenweihe auf Heiligen Geist hören

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Rom - Mit Mary Teresa Barron wird erstmals eine Frau die Päpstlichen Missionswerke leiten. Sie plädiert dafür, Frauen auf ihrem Berufungsweg besser zu begleiten – und dabei hinzuhören, was der Heilige Geist der Kirche sagt.

Nach Ansicht der künftigen Leiterin der Päpstlichen Missionswerke soll die Kirche bei der Frage nach dem Weiheamt für Frauen auf die Führung des Heiligen Geistes hören. "Ich glaube, der Heilige Geist wird uns zeigen, wann und ob die Zeit reif ist", sagte Mary Teresa Barron in einem Gespräch mit dem Mediennetzwerk EWTN, das am Dienstag in Teilen veröffentlicht wurde. "Auch wenn es Momente gab, in denen uns gesagt wurde, wir dürften überhaupt nicht darüber sprechen, es sei vorbei – es kommt immer wieder zurück", so die aus Irland stammende Ordensfrau.

Auch sie selbst habe deshalb keine definitive Antwort auf Frage, ob es ein Weiheamt für Frauen in der Kirche geben kann. "Wer bin ich, dass ich sagen könnte, ob die Tür offen oder geschlossen ist?", so Barron. Es gebe Frauen, die einen Ruf zum Priesteramt wahrnähmen. Auch einige der großen heiligen Frauen hätten diesen Ruf gehört.

Die Ordensfrau plädiert daher für mehr Begleitung von Frauen, die sich zum Priesteramt berufen fühlen – auch um zu bestimmen, ob eine Berufung authentisch und vom Heiligen Geist inspiriert ist. "Was tun wir als Kirche, um diese Unterscheidung zu begleiten und herauszufinden, ob dies tatsächlich das ist, wozu der Heilige Geist die gesamte Kirche derzeit aufruft, oder nicht?", fragte sie. "Am Ende dieser Unterscheidung steht immer eine Wahl. Es heißt entweder Ja oder Nein."

Keine Frage von Mann oder Frau

Dass im Vatikan vermehrt Frauen in Führungspositionen berufen werden, wertet Barron als Zeichen eines Bewusstseinswandels. Dabei gehe es jedoch in erster Linie nicht darum, Frauen stärker in den Vordergrund zu rücken, sondern schlicht um die Eignung einer Person, egal ob geweihter Mann oder nicht. "Für mich war es nie eine Frage von Mann oder Frau. Es geht darum, dass wir alle gemeinsam Zeugen Gottes sind, der uns alle nach seinem Ebenbild geschaffen hat", betonte Barron.

Die 57-Jährige war am 8. Oktober von Papst Leo XIV. zur neuen Leiterin der Päpstlichen Missionswerke ernannt worden. Mit ihr übernimmt erstmals eine Frau diese Aufgabe. Sie tritt das Amt am 4. Januar 2027 an und folgt auf den italienischen Erzbischof Samuele Sangalli (59), der seit 2024 als Präsident fungierte. Barron gehört dem Orden der Missionsschwestern "Unserer Lieben Frau von den Aposteln" an und war von 2023 bis 2025 Präsidentin der Weltvereinigung der Ordensoberinnen (UISG). 2023 und 2024 nahm sie an den Versammlungen der Weltsynode teil.

Die Päpstlichen Missionswerke bestehen aus vier Werken: dem Werk für Glaubensverbreitung, der Kindermissionsbewegung (Sternsinger), dem Werk des heiligen Petrus und der Missionsunion. Die Einrichtungen fördern missionarische Bewusstseinsbildung und unterstützen die Evangelisierung sowie junge Ortskirchen weltweit.

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