Neue Wirtschaftsleitlinien für Orden
Vertreter katholischer Orden haben sich in Rom auf neue Leitlinien zum Umgang mit Besitz und Geld verständigt. Sie sind laut Radio Vatikan das Ergebnis einer Tagung, die von der Ordenskongregation organisiert wurde. Schlüsselkriterien sollen demnach künftig Treue zum Profil des Ordens, Bewahrung kirchlicher Güter, Nachhaltigkeit, Transparenz und Armut sein. Armut wird in den Leitlinien definiert als "Gebrauch der Güter zu dem Zweck, für den sie bestimmt sind, und Abrücken von der Vorstellung, man wäre ihr Eigentümer".
In einer Mitteilung der Ordenskongregation wird die Untersekretärin der Behörde, Schwester Nicla Spezzati, mit den Worten zitiert: "Ein Ordensmitglied kann nicht für andere eintreten, wenn sein eigenes Leben nicht zu einer wirklichen Armut hin tendiert. Umgekehrt kann man keine individuelle und gemeinschaftliche Armut pflegen, ohne dass sich das auch in einer Nähe zu den Bedürftigen zeigt."
Rund 1.000 Wirtschaftsbeauftragte von Orden und Klöstern waren zu dem dreitägigen Vatikan-Kongress nach Rom gereist. Das internationale Treffen für Ordensökonomen stand unter dem Motto "Die Ökonomie der Orden im Glauben und Charisma neu denken"; es wurde zum zweiten Mal ausgerichtet. (KNA)