Offiziell: Papst besucht Heiliges Land
Stationen der dreitägigen Papstvisite sind demnach die jordanische Hauptstadt Amman, Bethlehem und Jerusalem. Höhepunkt der Reise soll die Feier eines "ökumenischen Treffens" mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., dem Ehrenoberhaupt der orthodoxen Christenheit, sowie allen Repräsentanten der in Jerusalem vertretenen christlichen Kirchen in der Grabeskirche sein.
Mit seinem Besuch wolle er vor allem an die "historische Zusammenkunft" von Papst Paul VI. (1963-1978) mit dem Ökumenischen Patriarchen Athenagoras (1948-1972) vor 50 Jahren erinnern, sagte Franziskus vor mehreren zehntausend Menschen. Diese Begegnung am 5. Januar 1964 in Jerusalem gilt als Meilenstein im ökumenischen Dialog. Es war das erste Mal seit der Kirchenspaltung im Jahr 1054, dass ein Papst den orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel traf. Zuletzt hatte mit Benedikt XVI. im Mai 2009 ein Papst das Heilige Land besucht.
Reise war im Dezember bereits angedeutet worden
Die Heiligland-Reise wird die zweite Auslandsreise von Papst Franziskus nach dem Besuch des Weltjugentags in Rio de Janeiro im Juli vergangenen Jahres sein. Seine erste Reise überhaupt als Kirchenoberhaupt hatte Franziskus Anfang Juli 2013 auf die italienische Flüchtlingsinsel Lampedusa absolviert.
Im Dezember hatte Papst Franziskus den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu empfangen; dabei war seine Pilgerreise ins Heilige Land bereits angedeutet worden. "Alle Palästinenser, Muslime wie Christen gleichermaßen, werden sich freuen, Papst Franziskus im Heiligen Land zu begrüßen", hatte die palästinensische Tourismusministerin Rula Maaja damals gesagt.
Zollitsch: Reise ist Ermutigung für den ganzen Nahen Osten
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, zeigte sich dankbar für die Reisepläne des Kirchenoberhaupts. "Ich freue mich über die Ankündigung von Papst Franziskus, in diesem Jahr das Heilige Land zu besuchen", so Zollitsch laut einer von der Bischofskonferenz verbreiteten Erklärung. Der Besuch des Papstes werde eine Ermutigung für den ganzen Nahen Osten sein. "Mit seiner Reise zu den Wirkungsstätten Jesu erinnert Papst Franziskus daran, dass das Heilige Land nicht zu einem Museum des Christentums werden darf, sondern ein Ort des lebendigen christlichen Zeugnisses bleiben muss", mahnte Zollitsch. (stz/dpa/KNA)