Papst: Akzeptieren von eigenen Schwächen gehört zum Glauben
Das Akzeptieren eigener Schwächen gehört nach den Worten von Papst Franziskus zum Christsein. Derjenige Glaube sei groß, der die Lebensgeschichte mit ihren Wunden, Missgeschicken und Sünden vor Gott bringen und ihn um Heilung bitten könne, sagte er beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Dazu gehöre Mut.
Franziskus rief dazu auf, sich mit den schmerzlichen Seiten der eigenen Biografie zu konfrontieren. "Es gibt immer hässliche Sachen in einer Geschichte, immer", sagte der 83-Jährige. Die Selbstprüfung sei möglich, wenn man das Antlitz Jesu und sein Mitleid vor Augen habe: "Es ist ein Herz, das uns liebt, so wie wir sind, ohne Schminke", sagte der Papst.
Außerdem mahnte der Pontifex beim Mittagsgebet an, in der Ferienzeit die wirtschaftlichen Nöte von Familien aufgrund der Corona-Krise nicht zu vergessen. Viele hätten ihre Arbeit verloren und nicht zu essen, so Franziskus. Die Sommerpause solle zwar der Entspannung von Körper und Geist dienen, aber auch "von Nächstenliebe und Nähe zu diesen Familien begleitet sein", so das Kirchenoberhaupt. (mal/KNA)