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Franziskus empfängt Herz-Jesu-Missionare

Papst an Missionare: Findet neue Wege

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Papst Franziskus besucht am 15. November 2015 die deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Gemeinde in der Christuskirche in Rom.
Vatikanstadt - Missionsorden haben es heute nicht leicht: Mit immer weniger Mitgliedern arbeiten sie gegen immer größeren Glaubensverfall. Papst Franziskus hat daher eine klare Forderung an die Herz-Jesu-Missionare.

Papst Franziskus hat die Herz-Jesu-Missionare zu einer wandlungsfähigen Seelsorge aufgerufen. Veränderte gesellschaftliche Bedingungen erforderten und ermöglichten neue Formen der Glaubensverkündigung, sagte er bei einer Begegnung mit Vertretern der Ordensgemeinschaft am Samstag im Vatikan. Die Ordensleute sollten offen für die Fragen der Menschheit sein und hören "auf das, was der Heilige Geist heute seiner Kirche sagt".

Franziskus warnt vor Klerikalismus

Weiter ermunterte der Papst die Missionare, stärker katholische Laien in ihre Ziele und Projekte einzubinden. "Gebt nie dem Übel des Klerikalismus nach, der die Menschen und besonders junge Leute von der Kirche entfernt", sagte er. Die Aufmerksamkeit müsse vor allem den "verirrten und verletzten Schafen", dem Einsatz für Gerechtigkeit und der Solidarität mit Schwachen und Armen gelten, so Franziskus.

Die 1854 in Frankreich gegründeten Herz-Jesu-Missionare halten derzeit ihr sogenanntes Generalkapitel in Rom ab, bei dem wichtige Leitungsentscheidungen getroffen werden. Die Ordensgemeinschaft zählt nach vatikanischen Angaben rund 1.750 Mitglieder in 154 Einrichtungen weltweit. Ein Schwerpunkt liegt auf der Jugendseelsorge. In Norddeutschland sind die Herz-Jesu-Missionare wegen ihres Ordenssitzes in Hiltrup bei Münster als "Hiltruper Missionare" bekannt. Dort betreiben sie auch eines der größten Gymnasien des Bistums Münster. Die süddeutsch-österreichische Provinz des Ordens hat ihr Zentrum in Salzburg. (KNA)

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