Papst beruft Kardinäle in neue Kurienämter
Papst Franziskus hat mehreren Kardinälen neue Kurienämter zugeteilt. Zu ihnen zählen auch die fünf Papstberater, die im jüngsten Konsistorium im Juni kreiert wurden, wie der Vatikan am Samstag mitteilte. Demnach wurde der Schwede Anders Arborelius in den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen berufen. Der Bischof von Stockholm ist der erste Kardinal aus dem skandinavischen Land. Er kann auf persönliche Erfahrung mit anderen christlichen Konfessionen zurückgreifen: Arborelius konvertierte im Alter von 20 Jahren zum Katholizismus, bevor er später Ordensmann und Priester wurde.
Weiter berief der Papst den Erzbischof von Barcelona, Kardinal Juan José Omella, in die wichtige Kongregation für die Bischöfe. Diese hat eine wichtige Funktion in der Besetzung von vakanten Bischofssitzen weltweit. Omella wurde zudem zum Richter an der Apostolischen Signatur, einem der höchsten Gerichte der Kirche, berufen.
Der Apostolische Nuntius in Syrien, Kardinal Mario Zenari, ist neuerdings Mitglied der Kongregation für die Ostkirchen. Sie spielt eine zentrale Rolle für die Kontakte des Vatikan zu den katholischen Christen etwa im Nahen und Mittleren Osten. In die Bildungskongregation wurden die Erzbischöfe von Madrid, Kardinal Carlos Osoro Sierra, und Chicago, Kardinal Blase Cupich, berufen. Der Präfekt des noch jungen Dikasteriums für Laien, Familie und Leben, Kevin Farrell, berät den Papst künftig auch in der Kommission für den Staat der Vatikanstadt.
Neue Mitglieder für junge Kurienbehörden
Dem im Zuge der Kurienreform geschaffenen Laien-Dikasterium wurden laut der Mitteilung des Vatikan zudem drei neue Mitglieder hinzugefügt: Kardinal Baltazar Enrique Porras Cardozo, Erzbischof von Merida in Venezuela, Kardinal Jozef de Kesel, Erzbischof von Mechelen-Brüssel, und Kardinal Jean Zerbo, Erzbischof von Malis Hauptstadt Bamako.
Überraschend kündigte Papst Franziskus im Mai die Ernennung von neuen Kardinälen angekündigt. Mit den außergewöhnlichen Personalien blieb er sich treu - und änderte auch die Statik eines künftigen Konklave.
Auch in das ebenfalls erst vor gut einem Jahr geschaffenen Dikasterium für ganzheitliche Entwicklung berief der Papst neue Mitglieder. Der Behörde für Menschenrechtsfragen gehören künftig an: Kardinal Patrick D'Rozario, Erzbischof von Dhaka in Bangladesch, Kardinal Maurice Piat, Bischof von Port-Louis auf Mauritius, Kardinal John Ribat, Erzbischof von Port Moresby auf Papua-Neuguinea, Kardinal Louis-Marie Ling Mangkhanekhoun, Apostolischer Vikar von Vientiane in Laos und Kardinal Gregorio Rosa Chavez, Weihbischof in San Salvador (El Salvador).
Vatikan kooperiert mit Salesianern bei Medienarbeit
Neben den Personalien gab der Vatikan am Samstag auch die Fortsetzung einer Zusammenarbeit mit dem Salesianerorden bekannt. Eine entsprechende Vereinbarung über die Kooperation im Vatikanischen Mediensekretariat hatten demnach der Leiter des Sekretariates, Dario Edoardo Vigano, und der Generalobere des Ordens, Angel Fernandez Artime, unterzeichnet. Ein ähnliches Abkommen war im Zuge der derzeitigen Reform der vatikanischen Medien bereits im September mit dem Jesuitenorden geschlossen worden. Er ist wie die Salesianer Don Boscos traditionell in der Medienarbeit des Vatikan aktiv.
Der zunächst drei Jahre gültigen Vereinbarung nach können sich nun nicht nur die Jesuiten, sondern auch die Salesianer Don Boscos weiter in den verschiedenen Bereichen des vatikanischen Mediensekretariates einbringen. Die Salesianer Don Boscos (SDB) sind traditionell für die Vatikan-Druckerei verantwortlich. Papst Pius XI.(1922-1939) vertraute ihnen 1937 die sogenannte Tipografia Vaticana an. (Mit Material von KNA)