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Franziskus kritisiert mangelndes Bewusstsein für den Sonntag

Papst: Christen müssen an Sonntagsmesse teilnehmen

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Pope Francis holds his crosier.
Vatikanstadt - Ein christliches Leben zu führen ist wichtiger als sonntags den Gottesdienst zu besuchen? Das will Papst Franziskus so nicht unterschreiben - und hat auch eine Erklärung parat.

Papst Franziskus hat die Bedeutung des sonntäglichen Gottesdienstbesuchs für Christen betont. "Die sonntägliche Begegnung mit dem Herrn gibt uns die Kraft, mit Vertrauen den Alltag zu leben und mit Hoffnung in die Zukunft zu gehen", sagte der Papst am Mittwoch bei seiner Generalaudienz im Vatikan. Christliche Gemeinden, denen es leider nicht möglich sei, einen Sonntagsgottesdienst zu feiern, riet er, sich zum Gebet zu treffen, Gottes Wort zu hören und den Wunsch einer Messfeier aufrechtzuerhalten.

Zur These, wichtiger als der sonntägliche Gottesdienstbesuch sei ein christliches Leben, sagte Franziskus, der Gottesdienst gebe Christen die Kraft, den Glauben auch im Alltag zu leben: "Wir Christen müssen an der Sonntagsmesse teilnehmen, denn nur dank der Gnade Gottes, dank seiner lebendigen Präsenz in und unter uns können wir sein Gebot umsetzen und glaubwürdige Zeugen seines Glaubens sein."

Laut Kirchenrecht und dem Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) ist der Besuch der Sonntagsmesse für Katholiken ein Gebot. Dort heißt es: "Am Sonntag und an den anderen gebotenen Feiertagen sind die Gläubigen zur Teilnahme an der Meßfeier verpflichtet." (KKK 2180) Zur Begründung heißt es, dass die sonntägliche Eucharistie "den Grund zum ganzen christlichen Leben" lege und es bestätige.

Der Papst kritisierte aber auch allgemein ein mangelndes Bewusstsein für die Bedeutung des Sonntags. In verweltlichten Gesellschaften sei die christliche Bedeutung des Sonntags verloren gegangen und eine Rückbesinnung nötig, sagte er. Es gehe darum, in einer säkularisierten Gesellschaft das Bewusstsein für den Sonntag als Feiertag neu zu stärken und die Bedeutung des Fests, der Freude, Solidarität und Erholung wiederzugewinnen. (bod/KNA)

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