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Franziskus appelliert an Klima-Konferenz in Marrakesch

Papst fordert "Kultur der Fürsorge"

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Vatikanstadt - Papst Franziskus hat an die Teilnehmer der Weltklimakonferenz in Marrakesch appelliert, die Klimaschutz-Ziele des Abkommens von Paris konsequent umzusetzen. Das Abkommen habe einen "klaren Weg" aufgezeigt.

Papst Franziskus hat an die Teilnehmer der Weltklimakonferenz in Marrakesch appelliert, die Klimaschutz-Ziele des Abkommens von Paris konsequent umzusetzen. Diese Aufgabe dürfe die Politik nicht allein an die Fachleute delegieren, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Botschaft. Nötig sei vielmehr eine "kontinuierliche politische Unterstützung und Ermutigung", schreibt der Papst. Das Klimaschutz-Abkommen von Paris habe einen "klaren Weg" aufgezeigt, dem die gesamte internationale Gemeinschaft folgen müsse. Er hoffe, dass die Teilnehmer der Konferenz sich von dem Bewusstsein leiten ließen, "dass jeder von uns nachdrücklich eine 'Kultur der Fürsorge' fördern muss".

Franziskus forderte zugleich internationale Solidarität mit den Ärmsten, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen seien. Klimaschutz dürfe sich nicht nur auf eine technische und wirtschaftliche Dimension beschränken, so der Papst. Auch ethische und soziale Aspekte seien zu beachten. Franziskus selbst hatte in seiner 2015 veröffentlichten Enzyklika "Laudato si" zum Kampf gegen Folgen des Klimawandels aufgerufen.

Die seit dem 7. November im marokkanischen Marrakesch tagende Konferenz soll konkrete Klimaschutz-Pläne für die Industriestaaten erarbeiten. Zielvorgabe ist der Beschluss der Pariser Konferenz vom vergangenen Dezember, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad gegenüber den vorindustriellen Werten zu beschränken. Bislang haben sich 94 Staaten zu der dazu nötigen drastischen Reduzierung von Treibhausgasen verpflichtet. (KNA)

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