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Zum Konklave 2013 nur mit kleinem Koffer angereist

Papst Franziskus: Habe Bischofsamt zweimal abgelehnt

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Pope Francis during the Holy Thursday Mass
Rom - Jesuiten geloben, keine hohen Ämter in der Kirche anzustreben. Papst Franziskus, selbst Jesuit, hat dies sehr ernst genommen. Deshalb habe es auch mehrere Versuche gebraucht, ihn davon zu überzeugen, das Bischofsamt anzunehmen.

Papst Franziskus hat erstmals verraten, dass er zweimal das Bischofsamt abgelehnt hat, bevor er Weihbischof in Buenos Aires wurde. Grund dafür sei gewesen, dass er das Gelübde der Jesuiten, keine Ämter in der Kirche anzustreben, "sehr ernst genommen" habe, sagte Franziskus in dem am Donnerstag in der italienischen Jesuiten-Zeitschrift "Civilta Cattolica" veröffentlichten Interview, das bei einem Gespräch mit Jesuiten im Rahmen seiner Reise in die Demokratische Republik Kongo Anfang Februar entstanden war. "Ich glaube an die jesuitische Eigenart bei diesem Gelübde, und ich habe mein Möglichstes getan, um das Bischofsamt nicht anzunehmen."

Zunächst sei ihm angeboten worden, Weihbischof in der Diözese San Miguel zu werden, erzählte Franziskus. Dann sei er gebeten worden, Bischof in der Provinz Corrientes im Norden Argentiniens zu werden. Um ihn zu ermutigen, habe ihm der damalige Nuntius gesagt, dass es dort "Ruinen" der jesuitischen Vergangenheit gebe. "Ich antwortete ihm, dass ich nicht der Hüter dieser Ruinen sein wolle, und lehnte ab." Beim dritten Mal, als es um das Amt als Weihbischof in Buenos Aires ging, sei der Nuntius bereits mit der unterschriebenen Genehmigung des damaligen Jesuitengenerals Peter Hans Kolvenbach gekommen, dass er akzeptiere, so Franziskus. "Ich nahm also im Geiste des Gehorsams an."

"Ich musste bleiben"

Über das Konklave 2013, aus dem er als Papst hervorging, sagte Franziskus, dass er nur mit einem kleinen Koffer nach Rom kam, um sofort nach Buenos Aires zurückzukehren. "Aber ich musste bleiben."

Papst Franziskus, bürgerlich Jorge Mario Bergoglio, trat 1958 dem Jesuitenorden bei und wurde 1969 zum Priester geweiht. Von 1973 bis 1979 war er Provinzoberer der Jesuiten in Argentinien. 1992 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Buenos Aires. 1997 wurde er zum Koadjutorerzbischof von Buenos Aires ernannt, ein Jahr später wurde er Erzbischof. 2001 wurde er von Johannes Paul II. zum Kardinal kreiert.

In dem Interview sagte Franziskus unter anderem auch, dass ein Rücktritt nicht auf seiner Agenda stehe. Er glaube, dass das Papstamt "ad vitam" – also auf Lebenszeit – vergeben werde. Die historische Tradition sei wichtig. Der Rücktritt von Päpsten solle deshalb nicht zu einer "Mode" werden. (mal)

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