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Aachener Geistlicher war im Oktober rechtskräftig verurteilt worden

Papst Franziskus nimmt Rücktrittsgesuch von Weihbischof Bündgens an

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Aachen - "Es ist für alle Seiten gut, dass der Papst eine zügige Entscheidung getroffen hat", sagt Bischof Helmut Dieser: Nach einer rechtskräftigen Verurteilung hat Franziskus den Rücktritt des Aachener Weihbischofs Johannes Bündgens angenommen.

Papst Franziskus hat den Rücktritt des Aachener Weihbischofs Johannes Bündgens angenommen. Das teilte der Heilige Stuhl nach Bistumsangaben am Dienstag über die Apostolische Nuntiatur mit. Sein Rücktrittsgesuch hatte der 66-Jährige im Oktober eingereicht, nachdem gegen ihn ein Strafbefehl rechtskräftig wurde. "Es ist für alle Seiten gut, dass der Papst eine zügige Entscheidung getroffen hat", sagte Bischof Helmut Dieser. "Persönlich bedauere ich sehr, dass die vergangenen Jahre zu dieser Entwicklung geführt haben."

Bündgens war Anfang Oktober wegen Untreue in drei Fällen rechtskräftig verurteilt worden. Er erhielt eine Freiheitsstrafe von neun Monaten, die zur Bewährung auf zwei Jahre ausgesetzt ist, und muss zudem eine Geldbuße von 5.000 Euro zahlen. Bündgens hatte insgesamt 128.000 Euro von einer dementen Bekannten veruntreut. Bereits im Juli 2021 erließ das Amtsgericht Kerpen einen Strafbefehl gegen den Weihbischof. Sein Verteidiger legte Einspruch ein, den er später zurücknahm.

Bündgens wurde 2006 zum Weihbischof sowie zum Bischofsvikar für die Caritas und zum Domkapitular ernannt. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe Ende 2019 ließ er seine bischöflichen Ämter ruhen und mied die Öffentlichkeit. Die Ernennung eines Bischofs erfolgt durch den Papst, der auch über ein Rücktrittsgesuch entscheidet. (tmg)

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