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An Allerheiligen

Papst: Heiligkeit ist kein Privileg für wenige

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Vatikanstadt - An Allerheiligen erinnert die katholische Kirche an Männer und Frauen, die ihren christlichen Glauben besonders vorbildlich gelebt haben. Heiligkeit kann aber jeder anstreben – mitten im Alltag, meint Papst Leo XIV.

Papst Leo XIV. hat an die zahllosen Christen erinnert, die die katholische Kirche als Heilige verehrt. Diese repräsentierten die unterschiedlichsten Herkunftsorte, Kulturen und Lebensumstände, sagte er am Sonntag im Vatikan. "Heiligkeit ist kein Privileg für wenige, sondern eine allgemeine Berufung, die einen jeden von uns dort anspricht, wo wir leben", betonte er am Hochfest Allerheiligen.

"Das ist die hoffnungsvolle Botschaft des heutigen Festes: Gott sieht das Gute, das wir nicht sehen, er kennt Geschichten, die wir nicht kennen, Gott erreicht Herzen, zu denen wir keinen Zugang haben", so Leo XIV. vor Tausenden beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz.

Unzählige Heilige im Verborgenen

Dabei verwies er auch auf die unzähligen Männer und Frauen, die nicht offiziell als Heilige anerkannt sind, "die Gott jedoch kennt". Diese zeichneten sich durch Barmherzigkeit, Hunger nach Gerechtigkeit und den Willen zur Vergebung aus. "Sie sind Friedensstifter, die von Gott beim Namen gerufen sind. Sie werden verfolgt und beleidigt, sind aber stark im Glauben und in der Nächstenliebe", so der Papst.

Heilige seien erkennbar an "Entscheidungen der Liebe, die das Kalkül der Gier und die Übermacht des Bösen übertreffen, das manchmal die Oberhand zu gewinnen scheint", betonte Leo XIV. Die Christen sollten auf dem Weg zur Heiligkeit nicht müde werden, Frieden zu stiften, sowohl in besonders wichtigen Situationen als auch in den alltäglichen.

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