Papst hofft nach Waffenruhe in Oleschky auf weiteren Friedensdialog
Papst Leo XIV. ist dankbar für die Waffenruhe und die humanitäre Aktion für die Zivilbevölkerung in der besetzten ukrainischen Stadt Oleschky. Die Zusammenarbeit verschiedener Parteien habe "diesen gebotenen Akt der Menschlichkeit ermöglicht", sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Er hoffe, dass dies "die Dialogbereitschaft stärkt und zu weiteren konkreten Initiativen für den Frieden führt".
Papst Leo XIV. hatte selbst Anteil an der Waffenruhe, die ab Dienstag Hilfslieferungen und eine teilweise Evakuierung der Menschen in der südukrainischen Frontstadt ermöglichte. Kurz nach seiner Lungenkrebs-Operation telefonierte er am 16. Oktober von der römischen Gemelli-Klinik aus mit Kreml-Chef Wladimir Putin und bat ihn um einen Waffenstillstand in der seit 2022 besetzten Stadt. Am 19. Oktober telefonierte er in derselben Angelegenheit mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
First Lady oder Leo? - "Nur das Ergebnis zählt"
Auch die Ehefrau des US-Präsidenten hatte sich für das Anliegen eingesetzt. Das Weiße Haus meldete am 23. Oktober, Melania Trump habe "erfolgreich eine Waffenruhe ausgehandelt". Der Außenbeauftragte des Papstes, Erzbischof Paul Richard Gallagher, sagte am Montag vor Journalisten, es sei "unwichtig, wer hier was beigetragen hat, entscheidend ist das Ergebnis". Der Vatikan sei über die parallelen humanitären Bemühungen der First Lady nicht im Bilde gewesen.
Derzeit spreche manches dafür, dass die beteiligten Parteien gewillt sind, den Krieg in naher Zukunft zu einem Ende zu bringen, so Gallagher. Er könne sich vorstellen, dass im Verlauf dieser Entwicklung auch der Papst sich in diesen Prozess einbringen werde.