Papst: In zehn Jahren kennt einen niemand mehr
"Ich denke nicht so oft daran, dass ich berühmt bin. Ich habe jetzt eine wichtige Arbeit, aber in zehn Jahren kennt einen niemand mehr", sagte das Kirchenoberhaupt weiter. Er wolle diese Arbeit so gut wie möglich tun, solange er dazu imstande sei.
Die Kirche müsse gegen die Armut kämpfen, weil jeder Mensch ein Recht auf ein Dach über dem Kopf habe, sagte der Papst. Jesus sei als armer Obdachloser zur Welt gekommen. Die Gläubigen müssten Vorbilder sein. "Man kann nicht über Armut und Obdachlose sprechen und zugleich wie ein Pharao leben."
Jorge "Harte Pfote" Bergoglio
Über seine Jugend in Argentinien sagte Franziskus: "Ich erinnere mich gut an die Frau, die dreimal in der Woche zu uns ins Haus kam, um meiner Mutter zu helfen. Ich war sehr betroffen über ihre Armut. Ihre Familie war italienisch, sie waren sehr arm, aber sie waren gute Menschen." Das Interview erschien in der Obdachlosenzeitung unter der Überschrift "Unser Freund in Rom".
Auch über seine Qualitäten als Fußballer äußerte sich Franziskus. Als Kind habe er wegen seiner mangelnden Ballkünste von seinen Mitspielern den Spitznamen "harte Pfote" bekommen, berichtete er in dem Interview. Mit diesem Spitznamen bezeichne man in Argentinien jemanden, der zwei linke Beine habe. Man habe ihn deshalb oft ins Tor gestellt, so Franziskus. (stz/dpa/KNA)