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Benedikt XVI. verabschiedet sich von den Kardinälen

Papst: Kirche muss sich wandeln

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Benedikt XVI. verkündet den Kardinälen seinen Rücktritt.
Vatikanstadt - Benedikt XVI. hat sich an seinem letzten Amtstag als Papst von seinen Kardinälen verabschiedet. Bei einem Treffen in der Cappella Clementina im Vatikan am Donnerstag dankte er ihnen für ihren Dienst und ihre Verbundenheit. Dem künftigen Papst sicherte er "bedingungslose Achtung und Gehorsam" zu.

Danach verabschiedete sich Benedikt XVI. persönlich von jedem der Kardinäle. Zahlreiche Purpurträger sind bereits zum Konklave nach Rom angereist.

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Im Blick auf seine achtjährige Amtszeit sprach Benedikt XVI. von strahlenden Augenblicken neben "Momenten, in denen sich Wolken am Himmel zusammenballten". Mit einem Zitat des Theologen Romano Guardini nannte er die Kirche eine lebendige Organisation, die sich mit der Zeit wandeln müsse. Mit den Kardinälen bleibe er im Gebet und in der täglichen Eucharistiefeier verbunden. "Das ist eine Freude, die uns niemand nehmen kann", schloss der Papst.

Zuvor hatte Kardinaldekan Angelo Sodano (85) dem Papst für seinen Dienst für Kirche und Menschheit gedankt. Der Papst habe während seines achtjährigen Pontifikates "ein Beispiel" gegeben. "Heiliger Vater, mit tiefer Liebe haben wir versucht, Sie auf Ihrem Weg zu begleiten", sagte Sodano. Seine Grußworte beendete er mit einem deutschen "Vergelt's Gott".

Erster freiwilliger Verzicht in der Neuzeit

Um 17.00 Uhr bricht Benedikt XVI. mit dem Helikopter nach Castel Gandolfo auf. Dort beendet er um 20.00 Uhr seine Amtszeit nach sieben Jahren, zehn Monaten und neun Tagen. Er ist der erste Papst der Neuzeit, der freiwillig auf die Kirchenleitung verzichtet. Am 11. Februar hatte der fast 86-Jährige angekündigt, aufgrund seiner nachlassenden Kräfte von dieser im Kirchenrecht vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch zu machen.

Mit dem Rücktritt des Papstes beginnt die Sedisvakanz. In dieser Phase verlieren der Kardinalstaatssekretär und alle Leiter römischer Kurienbehörden ihrer Ämter. Bis zur Wahl eines neuen Kirchenoberhaupts werden die laufenden Amtsgeschäfte von Generalkongregationen wahrgenommen, zu denen Kardinaldekan Sodano täglich die Kardinäle einlädt.

Das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes muss laut geltendem Recht zwischen dem 15. und 20. Tag nach Beginn der Sedisvakanz beginnen. Am Montag hatte Benedikt XVI. den Kardinälen mit einem Erlass die Möglichkeit eingeräumt, sich auf einen früheren Beginn zu verständigen. Der neue Papst muss in geheimer Wahl mit Zweidrittelmehrheit gewählt werden. (KNA)

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