Papst: Kommunion befreit vom Egoismus
Der Empfang der Kommunion hilft laut Papst Franziskus gegen Egoismus. Sie eine die Menschen mit Christus und entreiße sie ihren Egoismen, sagte er am Mittwoch bei seiner wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz. Im Zentrum der päpstlichen Ausführungen zur Messfeier stand diesmal die Eucharistie. Die Kommunion sei "eine Einladung, die erfreut und gleichzeitig zu einer Gewissensprüfung im Licht des Glaubens drängt", so der Papst. Er ermutigte zur Beichte: "Jesus wird niemals müde, uns zu vergeben; wir sind es, die müde werden, um Vergebung zu bitten."
Mit Blick auf den Frühlingsbeginn an diesem Mittwoch mahnte der Papst die Christen zu Verwurzelung im Glauben. So wie ein Baum ohne Wurzeln eingehe, müsse christliches Leben in Einheit mit Jesus stehen. "Wenn die Pflanze (des Glaubens) nicht mit Sakramenten und Gebeten genährt wird, trägt sie keine Blüten", so Franziskus. Die Eucharistie stärke die Menschen und helfe ihnen, gute Werke zu vollbringen.
In den vergangenen Monaten hatte der Papst mehrfach über die Bedeutung der Messfeier gesprochen und Gläubigen wie Geistlichen Tipps gegeben. So betonte er etwa die Besonderheiten des Glorias und des Tagesgebets, die Lob, Schweigen und Fürbitte seien. Auch rief er die Christen dazu auf, bei der Geste des Kreuzzeichens sorgfältiger zu sein. Priestern gab er den Tipp, nicht länger als zehn Minuten zu predigen. Wie oft sehen wir, dass einige während der Predigt einnicken, andere quatschen oder gehen raus, um eine Zigarette zu rauchen ... Deshalb, bitte: Haltet die Predigt kurz, aber bereitet sie gut vor", so das Kirchenoberhaupt damals. (bod/KNA)