Papst lädt Jugendliche zu Vorgesprächen zur Synode
Der Vatikan lädt für nächstes Frühjahr Jugendliche aus aller Welt ein, um eine Bischofssynode im Herbst vorzubereiten. Das kündigte Papst Franziskus am Mittwoch in Rom an. An dem Treffen vom 19. bis 24. März, das vom Generalsekretariat der Bischofssynode organisiert wird, sollen demnach neben Katholiken auch junge Menschen anderer Konfessionen und Religionen sowie Nichtglaubende teilnehmen. Die Kirche wolle "auf die Stimme, die Gefühle, den Glauben und auch auf Zweifel und Kritik der Jugendlichen hören", sagte der Papst. Die Ergebnisse des Jugendtreffens im Vatikan würden den Synodenteilnehmern zugeleitet.
Die Bischofssynode im Oktober 2018 steht unter dem Thema "Die Jugend, der Glaube und die Berufungsunterscheidung". Unter anderem wird es darum gehen, wie die katholische Kirche junge Menschen dabei begleiten kann, ihre je individuelle Rolle in Kirche, Politik und Gesellschaft zu finden. Im Juni lancierte der Vatikan dazu eine noch bis Ende November laufende Online-Befragung von Jugendlichen weltweit. Nach Aussage des Cheforganisators der Synode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, könnten Jugendliche möglicherweise auch als Gasthörer an der Bischofsversammlung teilnehmen. Diese sogenannten Auditoren haben ein eingeschränktes Rederecht, dürfen aber nicht mit abstimmen. Sie können sich vor allem während der Gespräche in den Kleingruppen zu Wort melden. Wie viele Jugendliche in dieser Funktion an der Synode teilnehmen könnten, ließ der Generalsekretär der Bischofssynode offen. (tja/KNA)