Papst Leo kommt nicht ins Krankenzimmer seiner Vorgänger
Anders als seine Vorgänger, wird Papst Leo XIV. in den kommenden Tagen nicht in der üblichen "Papst-Abteilung" der römischen Gemelli-Klinik untergebracht sein. Wie die römische Tageszeitung "Il Messaggero" am Dienstag berichtete, wird diese aus mehreren Räumen und einer Kapelle bestehende Suite derzeit renoviert. Zuletzt hatte der an einer beidseitigen Lungenentzündung erkrankte Papst Franziskus (2013-2025) dort im Februar und März 2025 fünf Wochen verbracht.
Wie die Zeitung weiter berichtete, wurden in der Klinik auf derselben Etage neue Räume für Papst Leo XIV. hergerichtet. Auch sie sind demnach durch strenge Zugangskontrollen der vatikanischen Gendarmerie abgeschirmt. Sicherheitsbeamte in Uniform und in Zivil kontrollierten zudem die Umgebung und den Eingangsbereich der Klinik. Andere Sicherheitsmaßnahmen beinhalten dem Bericht zufolge ein selektives Flugverbot in der Umgebung der Klinik, das am Dienstagmorgen in Kraft treten sollte. Um die Patientendaten des Papstes gegen Hacker-Angriffe zu schützen, würden diese in besonderer Weise digital verschlüsselt.
Gebet für den Papst
Unterdessen hat der Stellvertreter des Papstes für das Bistum Rom, Kardinal Baldassare Reina, ein Rosenkranzgebet in der zentralen Kapelle der römischen Gemelli-Klinik angekündigt. Als Termin nannte er den frühen Dienstagabend um 18 Uhr Ortszeit. Reina lud die mehr als 300 Pfarreien des Bistums Rom sowie die zahlreichen in Rom ansässigen Ordensgemeinschaften ein, sich zeitgleich am Gebet für die Gesundheit des Papstes zu beteiligen.
Es gehe darum, "die Verbundenheit und Zuneigung der Kirche von Rom gegenüber ihrem Bischof zum Ausdruck zu bringen", erklärte der Kardinalvikar. Das Rosenkranzgebet aus der nach Papst Johannes Paul II. (1978-2005) benannten Kapelle soll vom Portal Vatican News live übertragen werden.