Suche
Beginn am Freitag

Papst Leo XIV. ruft zum Gebet für seine lange Südamerikareise auf

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Vatikanstadt - Am Freitag beginnt Leo XIV. seine bisher längste Reise. Nach seiner Krebs-OP startet er neu durch – und bittet die Gläubigen um ihr Gebet.

Papst Leo XIV. hat die Gläubigen zum Gebet für seine am Freitagmorgen beginnende Reise nach Südamerika aufgerufen. Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz sagte der Papst am Mittwochmorgen: "Betet dafür, dass der Herr diese Reise segnet, die ich in diese Länder unternehme, die mir so sehr am Herzen liegen."

Leo XIV. beginnt seine Südamerikareise an diesem Freitag in Uruguay. Am Sonntag fliegt er weiter nach Argentinien. Abschluss und Höhepunkt der Reise ist ein knapp fünftägiger Aufenthalt in Peru, wo er rund zwei Jahrzehnte als Missionar und Bischof wirkte. Seine Rückkehr nach Rom ist für den 17. November geplant. In einem Grußwort an die spanischsprachigen Pilger auf dem Petersplatz fügte der Papst hinzu: "Ich vertraue diese Reise euren Gebeten an. Möge sie den Glauben stärken, die Hoffnung erneuern, das Feuer der Liebe neu entfachen und einen Ansporn geben, das Evangelium mit Freude zu verkünden."

Wiederentdeckung der katholischen Soziallehre

In seiner Ansprache forderte Leo XIV., dass die katholische Soziallehre in der Kirche neu entdeckt und gefördert wird. Die Ausbildung in der Soziallehre solle auf unterschiedlichen Ebenen der Kirche und in den Gemeinden wiederbelebt werden. Er erinnerte an die Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils aus dem Jahr 1965, wonach Politik und Kirche auf ihrem jeweiligen Gebiet voneinander unabhängig und autonom seien. Dennoch dienten beide den Menschen. Diesen Dienst könnten sie zum Wohl aller wirksamer leisten, wenn sie zusammenwirkten und sich ergänzten.

Der Papst äußerte sich in diesem Kontext erneut zu Krieg und Frieden. Er sagte: "Krieg ist ein Versagen der Politik und der Menschheit, eine beschämende Kapitulation, eine Niederlage gegenüber den Mächten des Bösen". Nur eine Politik, "die sich um die Wunden der Völker und um all jene kümmert, die Ungerechtigkeit erleiden", könne Hoffnung für die Zukunft der Menschheit geben.

Schon das Konzil habe gewarnt, dass die Ungleichgewichte, die mit einer ungerechten und die Schöpfung missachtenden wirtschaftlichen Entwicklung verbunden sind, den Weltfrieden gefährden. Diese Warnung habe sich leider Ende des 20. Jahrhunderts und in der Gegenwart bestätigt. Der Papst bekräftigte in seiner Ansprache die kirchliche Lehre von der "universellen Bestimmung der Güter der Erde". Aus ihr ergebe sich, dass eine gute Politik stets auf das Gemeinwohl ausgerichtet sein müsse.

kna-katholisch-swarm-node3 (0.002s)