Papst Leo XIV. wurde bösartiger Tumor entfernt
Papst Leo XIV. ist am Dienstagnachmittag ein Lungenlappen mit einem bösartigen Tumor entfernt worden. Das teilte der Vatikan am Dienstagabend mit. Demnach habe eine histologische Sofortuntersuchung die Diagnose eines Lungenadenokarzinoms bestätigt, wie es bereits bei den präoperativen Untersuchungen vermutet worden war, heißt es weiter. Das Denokarzinom ist der häufigste Untertyp des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms und macht etwa 40 bis 50 Prozent aller Lungenkrebsfälle aus.
Der Heilige Vater habe sich etwa drei Stunden lang im Operationssaal befunden, so die Mitteilung des Vatikan. Die Operation selbst dauerte etwa 90 Minuten. Der Eingriff verlief den Angaben nach erfolgreich und es seien keine Komplikationen aufgetreten. Nach der Operation sei der Papst wie erwartet aufgewacht. Den Eingriff am Dienstagnachmittag leitete, wie der Vatikan bereits vorab mitgeteilt hatte, Professor Stefano Margaritora. Er ist an der Gemelli-Klinik der Spezialist für Thorax-Chirurgie.
Papst Leo XIV. hatte am Sonntag überraschend angekündigt, sich einer Lungen-Operation zu unterziehen. Ärzte hätten bei ihm einen "begrenzten Knoten" in der Lunge festgestellt und hielten einen Eingriff für "angebracht". Der Knoten sei in einem "sehr frühen Stadium" entdeckt worden und sei gut lokalisiert, so der Papst. Am Dienstag hatte er sich umgehend in die Gemelli-Klinik begeben.