Papst mahnt Franziskaner zu Transparenz
Franziskus rief den Orden auf, sich auf die Ideale des Heiligen ihres Gründers, des Heiligen Franz von Assisi (1181/82-1226), zu besinnen. Diese bestünden in Selbsterniedrigung und Brüderlichkeit untereinander. Selbsterniedrigung sei eine Grundvoraussetzung, um gegenüber Armen, Notleidenden und Ausgegrenzten barmherzig sein zu können. Die Brüderlichkeit sei essenziell für die Verkündigung des Evangeliums. Die Franziskaner müssten "wechselseitiges Vertrauen" wiederfinden und Träger von Barmherzigkeit, Versöhnung und Frieden sein. Die Besinnung auf die spirituellen Grundlagen des Ordens helfe auch bei den Herausforderungen durch fehlenden Nachwuchs und Überalterung.
Den Franziskaner macht derzeit ein römischer Finanzskandal arg zu schaffen. Es geht um Fehlinvestitionen in ein ordenseigenes Hotel in Rom in Millionenhöhe. Generalminister Michael Perry musste nach Bekanntwerden des Skandals im vergangenen Dezember verkünden, der Orden stehe vor einem riesigen Schuldenberg.
Mit rund 13.600 Mitgliedern sind die auch als Observanten bezeichneten Franziskaner der drittgrößte Männerorden der katholischen Kirche nach Jesuiten und Salesianern. (KNA)