Papst: Ohne Demut nützen alle guten Taten nichts
Gute Taten sind nach Aussage von Papst Franziskus nur dann wirklich gut, wenn sie im Verborgenen geschehen. Christen dürften nicht einer "Religion der Schminke" folgen, die nur auf den äußeren Schein bedacht sei, sagte Franziskus am Dienstag im Vatikan. Sie müssten die innere Freiheit aufbringen, Gutes zu tun, "ohne auf der Straße vor sich herposaunen zu lassen", so Franziskus in der Morgenmesse im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. Wenn die Demut fehle, nützten alle guten Taten nichts.
Franziskus bezog sich auf das Tagesevangelium, das von einem Pharisäer berichtet, der sich wundert, dass Jesus sich vor dem Essen nicht die Hände wäscht. Jesus gebrauche für Leute wie diesen Pharisäer eine sehr drastische Metapher, sagte der Papst. Er bezeichne sie als "übertünchte Gräber". Das heiße so viel wie "Außen schön, aber drinnen voll Knochen und Fäulnis". (KNA)
Über zwei Jahrzehnte schenkte ein Unbekannter der Stadt Görlitz jedes Jahr hunderttausende Euro. Davon hatte auch die Kirche profitiert. Nun hat der Spender die letzte "Altstadtmillion" überwiesen und den Geldsegen beendet. (Artikel von April 2016)