Papst-OP verändert Ablauf des "Amoris laetitia"-Treffens
Wegen des am Dienstag bevorstehenden Krankenhausaufenthaltes von Papst Leo XIV. ändert sich der Ablauf eines weltweiten Bischofstreffens zu Ehe und Familie im Vatikan. Wie Pater Giacomo Costa vom vatikanischen Organisationskomitee am Montag vor Journalisten mitteilte, sagte der Papst seine Teilnahme am Abschlussgottesdienst des Treffens für Mittwochmorgen ab.
Stattdessen habe er den neuen Kardinaldekan der katholischen Kirche, den philippinischen Kurienkardinal Luis Tagle (69) damit beauftragt, den Gottesdienst zu leiten. Leo XIV. hatte Tagle erst vergangene Woche als Vorsitzenden dieses wichtigen Gremiums bestätigt, das unter anderem nach dem Tod eines Papstes interimistisch die Kirche leitet.
Abschlussbericht kommt später
Zudem habe sich der Papst vorbehalten, den Abschlussbericht des Bischofstreffens zu einem späteren Zeitpunkt zur Kenntnis zu nehmen und darauf mit eigenen Worten zu reagieren, erklärte Costa. Bei dem vom 7. bis 14. Oktober angesetzten Treffen hatten Kirchenvertreter aus allen Erdteilen erhebliche Unterschiede zwischen der Lehre der Kirche und insbesondere dem Zusammenleben von Paaren vor der Ehe festgestellt. Neben Geistlichen waren auch Eheleute und Familien an der Versammlung beteiligt.
Der Abschlussbericht über die Einlassungen der Teilnehmer zu dem Thema sollte ursprünglich zeitnah veröffentlich werden. Die Arbeitsphase des Treffens endet am Dienstagnachmittag, kurz vorher wird der Papst in die Gemelli-Klinik eingeliefert.