Suche
Franziskus ermahnt Geistliche zur Selbstüberprüfung

Papst: Priester dürfen nicht am Geld kleben

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Vatikanstadt - Wie steht es mit meiner Freundschaft zum Geld? Diese Frage müssten sich alle Priester stellen, sagt Papst Franziskus. Und er gibt den Geistlichen noch einen anderen Ratschlag.

Papst Franziskus hat Priester dazu ermahnt, ihr Verhältnis zum Geld zu klären. "Jesus hat gesagt, dass man nicht zwei Herren dienen könne, und wenn ein Hirte am Geld klebt, schockiert das", sagte er am Montag in seiner Morgenmesse im Vatikan. "Jeder Hirte muss sich fragen: Wie steht es mit meiner Freundschaft zum Geld?", so Franziskus in seiner Predigt in der Kapelle des Gästehauses Santa Marta. Zudem müssten sich Priester fragen, ob sie sich als Herr aufführten, der alle herumkommandiere oder als "Hirte, der Diener des Gottesvolkes ist".

Skandale seien unvermeidbar, sagte der Papst weiter, aber "wehe dem, der Ursache dieser Skandale ist". Der Lebensstil vieler Christen stehe heute im Widerspruch zum Evangelium, so Franziskus. Deshalb wendeten sich die Leute ab. Diese Diskrepanz sei "eine der leichtesten Waffen des Teufels, um das Volk Gottes zu schwächen" und es von Gott zu entfernen.

Franziskus bezog sich auf die Tageslesung aus dem Lukasevangelium (Lk 17, 1-6). Dort betont auch Jesus, es sei unvermeidlich, dass es zu Ärgernissen komme. "Aber wehe dem, durch den sie kommen." Für jenen wäre es besser, "man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er für einen von diesen Kleinen zum Ärgernis wird". (tja)

kna-katholisch-swarm-node1 (0.001s)