Papst schreibt an Strafgefangene
Zugleich riet er, sie sollten sich nicht von ihrer Vergangenheit "gefangennehmen lassen". Gott liebe sie, egal was sie getan hätten, und könne ihre Erfahrungen in einen "Weg des Wachstums, Glaubens und der Barmherzigkeit" wandeln, versicherte der Papst den Häftlingen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Franziskus mit Gefangenen in Kontakt tritt: Kurz nach seiner Wahl im März 2013 feierte er die Gründonnerstagsmesse in einer römischen Jugendstrafvollzugsanstalt; im gleichen Jahr traf er sich während des Weltjugendtags in Brasilien mit jungen Strafgefangenen. Bei seiner Mexikoreise im vergangenen Februar besuchte er das Gefängnis der Grenzstadt Ciudad Juarez, und 2015 wusch er am Gründonnerstag in der römischen Strafanstalt Rebibbia Inhaftierten die Füße.
"Öffnet Christus euer Herz"
In dem Brief an die Inhaftierten in Velletri schrieb Franziskus: "Es ist noch nicht einmal wichtig, wer ihr wart, was ihr getan habt, welche Ziele ihr erreicht habt, die Fehler die ihr begangen habt oder welche Menschen wir verletzt haben." Die Kirchengeschichte zeige, dass viele Heilige durch schmerzhafte und schwierige Erfahrungen zu ihrer Heiligkeit gekommen seien. "Öffnet Christus euer Herz und er wird eure Situation umwandeln." (KNA)
Im Pontifikat von Papst Franziskus gab es bereits häufiger besondere Geschenke für Gefangene. Katholisch.de blickt auf die Ereignisse zurück.