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Möglicherweise Freigabe der Akten über Weltkriegsjahre

Papst trifft Leiter des Vatikanischen Geheimarchivs

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Papst Franziskus sitzt während einer Audienz an seinem Schreibtisch.
Vatikanstadt - Ein seltener Vorgang: Franziskus hat den Leiter des Vatikanischen Geheimarchivs zu einer Privataudienz empfangen. Geht es um die Akten über die Weltkriegsjahre im umstrittenen Pontifikat von Pius XII.?

Papst Franziskus hat den Leiter des Vatikanischen Geheimarchivs, Bischof Sergio Pagano, am Samstag zu einer Privataudienz empfangen. Das ist ein seltener Vorgang. Der Präfekt des Archivs zählt nicht zu den regelmäßigen Gesprächspartnern des Papstes. Über den Inhalt der Unterredung machte der Vatikan keine Angaben. Franziskus hatte zuvor angekündigt, Unterlagen aus dem Archiv über die Militärdiktatur in Argentinien (1976-1983) für die Aufklärung von Verbrechen der damaligen Machthaber zur Verfügung zu stellen.

Freigabe der Akten über die Weltkriegsjahre?

Ein mögliches weiteres Gesprächsthema wäre die Freigabe der Akten über die Weltkriegsjahre im Pontifikat von Papst Pius XII. (1939-1958). Ursprünglich hatte der Vatikan sie für 2015 in Aussicht gestellt. Im Juni 2015 sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin jedoch, die Öffnung verzögere sich. Als Grund nannte er "technisch-archivalische Fragen". Einen neuen Termin nannte Parolin nicht. Franziskus hatte mehrfach seinen Willen zu einer Freigabe der Akten bekundet. (KNA)

Linktipp: Der Weltkriegspapst

"Der nächste Papst muss ein Heiliger sein oder ein Held." Das soll der damalige Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli nach dem Tod von Pius XI. ausgerufen haben. Die Kardinäle wählten ihn kurz darauf als Pius XII. (1939-1958) zum Nachfolger seines Landsmanns.

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