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Franziskus verurteilt "spirituellen Tourismus"

Papst: Viele Christen besuchen Kirchen nur wie Touristen

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Papst Franziskus während der Generalaudienz auf dem Petersplatz im Vatikan am 22. März 2017.
Vatikanstadt - Viele halten sich für Christen, leben aber nicht so, klagt der Papst. Das mache sie beim Kirchgang zu "Touristen". Außerdem sprach Franziskus über den "schlimmsten Feind" der christlichen Gemeinschaft, der die Kirche sogar zerstören könne.

Papst Franziskus hat einen "spirituellen Tourismus" verurteilt. Viele hielten sich für Christen, ohne dementsprechend zu leben, sagte das Kirchenoberhaupt am Mittwoch im Vatikan. Kirchen besuchten sie daher nur wie Touristen. Der Papst setzte in der vatikanischen Audienzhalle seine Auslegung der Apostelgeschichte aus dem Neuen Testament fort.

Der "schlimmste Feind" der christlichen Gemeinschaft

Zudem rief Franziskus Christen auf, ihren Glauben aktiv zu leben. Dies bedeute Gemeinschaft, Nächstenliebe und Freigiebigkeit. "Ein nur auf Profit sowie eigene Vorteile zu Lasten anderer ausgerichtetes Leben führt unwiederbringlich zu einem inneren Tod", warnte der Papst. Eine christliche Lebensweise müsse auch "beim Geldbeutel ankommen". Christen dürften nicht gleichgültig sein und sollten geistliche wie materielle Armut bekämpfen, sagte er bei der Generalaudienz.

In seinen Ausführungen zur ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem kritisierte er auch Egoismus und Scheinheiligkeit. Diese sei der "schlimmste Feind" der christlichen Gemeinschaft und könne die Kirche zerstören. Wer nicht aufrichtig handele, betrüge nicht nur andere, sondern auch Gott, mahnte der Papst. (tmg/KNA)

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