Papst warnt Christen: So verderbt ihr eure Beziehung zu Gott!
Die Zehn Gebote der Bibel sollen laut Papst Franziskus Grenzen im Leben aufzeigen, hinter denen der Mensch sich selbst und andere zerstört. Damit verderbe er auch seine Beziehung zu Gott, sagte Franziskus am Mittwoch bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz. Die Ansprache in seiner Reihe zu den Zehn Geboten ging von den beiden letzten Geboten aus: Du sollst weder die Frau noch Hab und Gut deines Nächsten begehren.
Die Wurzel aller Übertretungen
Vor allem, so der Papst, spielten die beiden letzten Gebote auf die gemeinsame innere Wurzel aller Übertretungen an: "böses Verlangen". Auch Jesus habe in seiner Bergpredigt gesagt, alles, was den Menschen unrein mache, komme aus seinem Inneren: Diebstahl, Mord, Ehebruch, Bosheit, Gier, Neid, Stolz, Betrug, Überheblichkeit. Daher müssten die Zehn Gebote auch das Innere des Menschen erreichen, um tatsächlich etwas zu bewirken, mahnte Franziskus. Wenn das Herz nicht von diesen bösen Verlangen gereinigt werde, bleibe es unfrei.
Das Gesetz Gottes wolle dem Menschen deutlich machen, wie es um ihn steht, damit er sich ganz Gottes Barmherzigkeit öffnen könne. Allein könne der Mensch sich nicht erlösen, so der Papst. In dieser Hinsicht "lehren uns die Zehn Gebote erkennen, dass wir Bettler sind".
Im Oktober hatte Franziskus während seiner Auslegungsreihe zu den Zehn Geboten für Empörung und Kritik gesorgt, als er Abtreibungen mit Auftragsmorden verglich. "Es ist nicht gerecht, einen Menschen umzubringen, auch wenn er klein ist. Es ist, wie einen Auftragsmörder zu mieten, um ein Problem zu lösen", so der Papst. (tmg/KNA)