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Franziskus: Gott ist aufseiten der Armen

Papst warnt vor Streben nach materiellem Reichtum

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Vatikanstadt - "Glückslieferanten" versprächen mit einem Handgriff große Gewinne und verleiteten die Menschen zum Götzendienst, sagte Franziskus beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Doch die Seligpreisungen Jesu zeigten, dass Gott nach einer anderen Logik handle.

Papst Franziskus hat vor vermeintlichen Heilsbringern und dem Streben nach materiellem Reichtum gewarnt. "Viele präsentieren sich heute als Glückslieferanten: Sie versprechen Erfolg in kürzester Zeit, große Gewinne mit einem Handgriff, Zauberformeln für jedes Problem", so das Kirchenoberhaupt beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Wer solchen Menschen folge, gerate leicht in die Gefahr, gegen das erste der Zehn Gebote zu verstoßen: Gott durch Götzen zu ersetzen.

Dagegen verwies der Papst auf die Seligpreisungen Jesu aus dem Sonntagsevangelium und ihre nach weltlichen Maßstäben widersprüchliche Logik. Demnach die Armen, Hungrigen und Verfolgten selig; hüten aber müssten sich die Reichen, Satten und Erfolgreichen. Denn Gott, so der Papst, sei aufseiten der Armen. Und mit ihm müsse dort auch der Platz der Christen sein.

Mahnung vor "Scheinwelten"

"Die Seligpreisungen Jesu sind eine entscheidende Botschaft" mahnte der Papst. Sie spornten an, nicht auf materielle Dinge zu setzen, "nicht das Glück der Illusionskünstler und Verkäufer von Scheinwelten zu suchen".

Die Seligpreisungen beziehungsweise Makarismen tauchen in leicht abgewandelter Form sowohl im Lukas- (Lk 6,20–25) als auch Matthäusevangelium (Mt 5,3–11) auf. Sie gelten Christen als besondere Heilszusagen Jesu. Papst Franziskus hatte die Seligpreisungen an anderer Stelle als "Personalausweis des Christen" bezeichnet, der ihn als Anhänger Jesu ausweise. (mal/KNA)

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