Suche
Zum Welttag gegen Kinderarbeit

Papst: Welt darf Augen vor Kinder-Ausbeutung nicht verschließen

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Vatikanstadt - Viele Millionen Kinder würden ihres Rechts beraubt, "zu spielen, zu lernen und zu träumen", sagte Papst Franziskus zum Welttag gegen Kinderarbeit. Diese "Sklaverei unserer Zeit" müsse ein Ende haben, fordert das Kirchenoberhaupt

Zum Welttag gegen Kinderarbeit hat sich Papst Franziskus an diesem Wochenende gleich mehrfach zu Wort gemeldet. Beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz mahnte er, man dürfe die Augen vor dieser "Tragödie" nicht verschließen. Viele Millionen Kinder würden ihres Rechts beraubt, "zu spielen, zu lernen und zu träumen". Diese "Sklaverei unserer Zeit" müsse ein Ende haben, so das Kirchenoberhaupt.

Bereits am Samstag hatte sich Franziskus in einem Tweet gegen Kinder-Ausbeutung gewandt. "Die Kinder sind die Zukunft der Menschheitsfamilie", schrieb er und fügte hinzu: "Wir alle haben die Aufgabe, ihr Wachstum, ihre Gesundheit und ihren inneren Frieden zu fördern!"

Der Welttag gegen Kinderarbeit wurde 2002 von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ins Leben gerufen und findet jährlich am 12. Juni statt. Aktuellen Schätzungen zufolge sind mehr als 150 Millionen Jungen und Mädchen betroffen.

Außerdem machte der Papst auch auf das Schicksal im Mittelmeer ertrunkener Bootsmigranten aufmerksam. Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz forderte er dazu auf, "die Mauern der Gleichgültigkeit" niederzureißen. "Das Mittelmeer ist zum größten Friedhof Europas geworden", so das Kirchenoberhaupt.

Franziskus äußerte sich anlässlich der Einweihung eines Mahnmals im sizilianischen Augusta. Dort soll das Wrack eines im April 2015 gesunkenen Migrantenboots an das Leid der Opfer erinnern. Bei dem Unglück waren Hunderte Menschen ums Leben gekommen. Das auf dem Meeresgrund zwischen Libyen und Italien liegende Wrack wurde 2016 auf Geheiß der italienischen Regierung geborgen. 2019 war es Teil der Biennale-Ausstellung in Venedig.

Nun wird die Hafenstadt Augusta zum dauerhaften Standort. "Möge dieses Symbol für so viele Tragödien im Mittelmeer weiterhin das Gewissen eines jeden herausfordern und das Wachstum einer solidarischeren Menschheit fördern", mahnte der Papst am Sonntag. Bereits in den vergangenen Jahren hatte er sich immer wieder betrübt über die Lage im Mittelmeer gezeigt. Erst vor einigen Wochen bezeichnete er den Tod zahlloser Bootsmigranten als "eine Schande". (cbr/KNA)

kna-katholisch-swarm-node1 (0.013s)